
Frankfurter Goethe-Haus und -Museum
Goethes Elternhaus am Großen Hirschgraben, in dem der große Dichter am 28. August 1749 geboren wurde, zählt zu den berühmtesten und beliebtesten Dichter-Gedenkstätten Deutschlands. Auf vier Etagen kann man in den originalgetreu eingerichteten Räumen das Leben in einem Frankfurter Bürgerhaus des 18. Jahrhunderts nachvollziehen. Das Goethe-Museum ist eine Gemäldegalerie der Goethezeit. Im Mittelpunkt steht Goethes lebhafte Auseinandersetzung mit der Kunst und den Künstlern seiner Zeit, mit Werken von Johanna Heinrich Füssli, Philipp Hackert, Caspar David Friedrich u.a.
KulturpassinhaberInnen sind für 1,00 Euro willkommen (Kinder bis 13 Jahre frei)!
Frankfurter Goethe-Haus
Großer Hirschgraben 23-25
60311 Frankfurt
Tel. 069 / 13880-0
Fax 069 / 13880-222
E-Mail: info@goethehaus-frankfurt.de
www.goethehaus-frankfurt.de
Öffnungszeiten:
Tgl. 10:00 – 18:00 Uhr, sonn- und feiertags 10:00 – 17:30 Uhr

Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim
Die ursprünglich selbständige Stadt Bergen-Enkheim gründete zusammen mit dem Vereinsring und der Evangelischen Kirchengemeinde im Dezember 1976 die Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim mbH.
Mit dem Ziel, ihr kulturpolitisches Konzept in größtmöglicher Eigenständigkeit, auch nach der Eingemeindung nach Frankfurt am Main (01.01.1977), fortsetzen zu können.
Darüber hinaus zu verhindern, dass Bergen-Enkheim in der Anonymität der Großstadt untergeht. Der Gesellschaft obliegt die Organisation und Durchführung kultureller Veranstaltungen im Stadtteil Bergen-Enkheim.
Mit dem Berger Markt und dem Stadtschreiberfest organisieren wir alljährlich in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Frankfurt diese beiden wichtigen traditionellen Feste, die große überörtliche Bedeutung haben und tausende von Besuchern in das große Festzelt und auf den Berger Marktplatz locken. Mit dem “Stadtschreiber von Bergen” verleihen wir den ersten Literaturpreis dieser Art in der Bundesrepublik Im Rahmen dieses Preises haben wir uns außerdem zur Aufgabe gemacht Lesungen im Stadtteil anzubieten.
Zu Lesungen der Kulturgesellschaft Bergen – Enkheim sind KulturpassinhaberInnen für 1,00 Euro willkommen!
Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim mbH
Marktstraße 30
60388 Frankfurt
E-Mail: joachim.netz@stadt-frankfurt.de
www.kulturgesellschaft-bergen-enkheim.de

Literaturhaus Frankfurt
Das Literaturhaus Frankfurt ist ein lebendiger Ort der Begegnung und der Auseinandersetzung mit den Literaturen, Künsten, Medien und Wissenschaften unserer Gegenwart. Neben der Autorenlesung veranstaltet das Literaturhaus Diskussionsrunden, Symposien und Tagungen. Im Herbst jedes Jahres sind die Autoren der Shortlist des Deutschen Buchpreises zu Gast. Auf dem Programm des Jungen Literaturhauses stehen Bilderbuchkinos, Bastelworkshops und Kinderbuch-Sonntage für die jüngsten Bücherwürmer. Außerdem Begegnungen zwischen Autoren und Schülern sowie Schreibwerkstätten für Jugendliche. Im Jahr 2005 wurde das Literaturhaus Frankfurt für seine Aktivitäten und seine Bedeutung für das kulturelle Leben in der Stadt Frankfurt mit dem „Binding-Kulturpreis“ geehrt.
Für KulturpassinhaberInnen haben wir bei jeder Veranstaltung drei Karten zu je 1,00 Euro reserviert.
Wir bitten um vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer: 069-756184-10.
Am Veranstaltungstag müssen die Karten an der Einlasskasse unter Vorlage des Kulturpasses bis eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden.
Literaturhaus Frankfurt
Schöne Aussicht 2
60311 Frankfurt
www.literaturhaus-frankfurt.de
S-Bahn S1-6/S8/S9 – Haltestelle Ostendstraße, Straßenbahn 14 – Haltestelle Hospital zum Heiligen Geist, Bus 30/36 – Haltestelle Schöne Aussicht. Parkmöglichkeiten: Tiefgarage „Bildungszentrum Ostend“, Sonnemannstraße 13.

Offene Bücherschränke in Frankfurt
In Frankfurt stehen an öffentlichen Plätzen Bücherschränke des Architekten Hans-Jürgen Greve, die das kostenlose Austauschen, Ausleihen und Verschenken von Literatur ermöglichen. Ehrenamtliche Paten kümmern sich um diese offenen Bücherschränke, die von Ortsbeiräten auch für weitere Stadtteile vorgesehen sind.
Nehmen Sie einfach ein Buch mit, das Sie gerne lesen möchten. Später bringen Sie es wieder zurück oder stellen ein Buch dazu, von dem Sie denken, dass es für andere lesenswert ist.
Offene Bücherschränke finden Sie an den folgenden Standorten:
- Bockenheim, Leipziger Straße 54
- Bonames, Platz Am Wendelsgarten
- Bornheim, Berger Straße 253
- Dornbusch, Eschersheimer Landstraße 248
- Gallus, Schneidhainer Str.1
- Gutleutviertel, Werftstraße 15
- Niederrad, Bruchfeldstraße 65
- Nordend, Merianplatz
- Nordend, Oeder Weg 43
- Riederwald, Raiffeisenstraße 70
- Seckbach, Atzelbergplatz
- Frankfurter Berg, Malvenweg

Die Romanfabrik
Im ehemals vernachlässigten Ostend Frankfurts entstand 1985 auf Initiative von Schriftstellern das erste Frankfurter Literaturhaus, die Romanfabrik. Im Oktober 1999 setzte sie zum glücklichen Sprung vom Keller in die “Beletage” in der Hanauer Landstraße an. Dort ist sie Teil eines preisgekrönten Architektur-Ensembles und bietet in ihrer klaren Eleganz und sachlichen Schönheit den besten Raum für Text, Ton und Thema.
Die Romanfabrik hat in über zwanzig Jahren Zehntausende an Besuchern und Tausende Künstler und Autoren zu Gast gehabt. Als Ort der Begegnung und als Ort ständig neuer ästhetischer Erfahrung, damit Bereicherung und neuer Erkenntnis hat sie einen großen anerkannten Ruf.
Als Veranstaltungsort für Lesungen bietet die Romanfabrik dem Publikum Literatur aus erster Hand. Deutsche und internationale Schriftsteller werden vorgestellt und lesen aus ihren Werken. Dazu treten Musiker aus dem Bereich Chanson, Klassik und Jazz in der Romanfabrik auf. Fest etabliert ist auch unser “Philosophisches Café”.
Der Eintritt beträgt generell 1,00 Euro.
Die Plätze sind bitte einen Tag vorher zu reservieren unter
reservierung@romanfabrik.de oder telefonisch unter 069-4908 4829.
Vorverkauf ist nicht möglich.
Die Karten sind an der Abendkasse bis eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn zu kaufen (unter Vorlage des Kulturpasses).
Romanfabrik e.V.
Hanauer Landstraße 186
60314 Frankfurt
www.romanfabrik.de

Stadtbücherei Frankfurt
Die Stadtbücherei Frankfurt finden Sie in fast allen Frankfurter Stadtteilen: Die Zentralbibliothek im Herzen Frankfurts, 4 Bibliothekszentren in jeder Himmelsrichtung, die Zentrale Kinder- und Jugendbibliothek in Bornheim, 13 Stadtteilbibliotheken, die Fahrbibliothek mit über 30 Haltestellen und zurzeit 72 Schulbibliotheken stadtweit.
700.000 Medien stehen den Frankfurterinnen und Frankfurtern in den öffentlichen Bibliotheken zur Ausleihe zur Verfügung. Das Medienangebot reicht vom klassischen Buch, über CD, CD-ROM, Zeitschriften, Tages- und Wochenzeitungen, Sprachkursen, Noten, Kinder- und Jugendbüchern bis hin zur DVD.
Für Inhaberinnen und Inhaber des Frankfurtpasses und Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren ist die Ausleihe in allen Bibliotheken übrigens kostenfrei. Internet-Terminals und Multimedia-PCs stehen allen Besucherinnen und Besuchern zur kostenlosen Nutzung vor Ort zur Verfügung. Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogramme können für Bewerbungen, Referate o. ä. genutzt werden.
Die Stadtbücherei bietet darüber hinaus ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm für Kinder und Erwachsene in den verschiedenen Stadtteilen an. Der Eintritt zu vielen Veranstaltungen ist frei.
Weitere Informationen, den Veranstaltungskalender, Adressen und Öffnungszeiten der Bibliotheken finden Sie unter: www.stadtbuecherei.frankfurt.de

Struwwelpeter-Museum
Struwwelpeter, Paulinchen oder Hans Guck-in-die-Luft – der Frankfurter Arzt Dr. Heinrich Hoffmann (1809-1894) hat mit dem Bilderbuch “Der Struwwelpeter“ (1844/45) einen Klassiker der Kinderliteratur erschaffen. Alles über das Buch und seinen Verfasser erfahren Kinder und Erwachsene in einer schönen Westend-Villa ganz spielerisch mit vielen Mitmach-Angeboten. Auf vier Etagen präsentiert das Museum Skizzen, Porträts, Zeichnungen, Bücher und Dokumente, die Heinrich Hoffmann als Familienvater, Arzt, Dichter und Frankfurter Zeitzeugen des 19. Jh. vorstellen. Seltene Struwwelpeter-Ausgaben, exotische Übersetzungen, witzige Parodien, Kitsch und Kunst künden vom lang anhaltenden Erfolg des Bilderbuchs. Für Kinder gibt es das Spielzimmer mit Kostümen zum Verkleiden, den Bastelraum, das Museumsquiz und viele Spiele.
Eintritt für KulturpassinhaberInnen 1,00 Euro; Kinder bis 13 Jahre: frei
Struwwelpeter-Museum
Schubertstraße 20
60325 Frankfurt
Tel. 069.74 79 69
E-Mail: info@struwwelpeter-museum.de
www.struwwelpeter-museum.de
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
U6/U7 Westend
U4 Bockenheimer Warte

Freiheit für die Imagination
Die regimekritische iranische Schriftstellerin Pegah Ahmadi lebt für zwei Jahre in Frankfurt
Die Stadt stellt ihr eine Wohnung, die Buchmesse steuert ein Stipendium bei: Die iranische Autorin Pegah Ahmadi ist im September 2009 in Frankfurt angekommen, wo sie im Rahmen des Projekts “Stadt der Zuflucht” für zwei Jahre ein neues Zuhause hat. Betreut wird die junge Lyrikerin von der Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika.
Mehr zu Frankfurt >>Stadt der Zuflucht<<
- Freiheit für die Imagination - 86 KB


30 Jahre Verlag Das Wunderhorn
Die Erneuerung der Literatur kommt aus den Peripherien und nicht aus den Metropolen.
Und die Poesie liegt auf der Straße.
Daraus wurde seit der Verlagsgründung in Heidelberg 1978 durch Angelika Andruchowicz, Manfred Metzner und Hans Thill ein anspruchvolles Verlagsprogramm, dessen Schwerpunkte deutsche und internationale Poesie, deutschsprachige und frankophone Literatur, Sachbuch, Kunst, Fotografie, Heidelbergensia, Regionalia sind.
Im interkulturellen Dialog setzt Wunderhorn seit Jahren mit Édouard Glissant (Kultur und Identität) und Abdelwahab Meddeb (Die Krankheit des Islam, Zwischen Europa und Islam) besondere Akzente.
Außergewöhnlich in der deutschen Verlagslandschaft ist, dass der Verlag alle Titel lieferbar hält und keinen einzigen Titel verramscht hat. Das Verlagsprogramm umfasst über 315 Titel.
Der Verlag Das Wunderhorn stellt für interessierte KulturpassinhaberInnen folgende Titel aus seinem Programm bei uns ins Regal :
- Wozu Vögel, Bücher, Jazz?
- Guillaume Apollinaire, Erzketzer & Co.
- Pierre Verger, Schwarze Götter im Exil

Neuausgabe der Zeitschrift
ZWEIFEL
Von 1926 bis 1929 gab der Schriftsteller Ernst Fuhrmann eine Zeitschrift mit dem Namen Zweifel heraus. Fuhrmann stellte darin gegen alle Vorstellungen, gegen alles Wissen, deren und dessen sich der Leser gewiss wähnt, eine eigene Welt, ein eigenes System von Betrachtungen und Deutungen. Grundlage war der konstruktive Zweifel.
Heute, wo die aufwendige Inszenierung von für bedeutungsvoll erklärten Nebensächlichkeiten die Gedanken beherrscht und soziale, ökonomische, kulturelle und rechtliche Ungleichheit im Bewusstsein vieler Menschen in den Bereich der Nichtigkeit gedrängt ist, beziehungsweise kanalisiert wird in Intoleranz gegen alle möglichen nur nicht gegen die Verantwortlichen, stellt der konstruktive Zweifel ein unerlässliches Mittel zur Erhellung im Sinne der Aufklärung dar.
Neue Folge /Erster Jahrgang / Heft 1und 2 (mit Jahrgangsbanderole 2008)
Schriftleitung : R.Baumann, R.Matthies, M.Sabanova, F.Vögele
Die Herausgeber des ZWEIFEL stellen 10 Exemplare für Interessierte zur Verfügung.
Redaktion Zweifel
Saarlandstraße 138
67061 Ludwigshafen
rembertbaumann@yahoo.de

Zeltreden im Wallstein Verlag
Das Buch Zeltreden ist eine Dokumentation weitgehend aller Antritts- und Abschiedsreden der Stadtschreiber von Bergen von 1974 bis 1998 (darunter Wolfgang Koeppen, Karl Krolow, Peter Rühmkorf, Peter Härtling, Jörg Steiner bis zu Peter Bichsel) sowie der Festreden prominenter Kollegen wie Walter Jens, Max Frisch, Martin Walser, Robert Gernhardt, Erich Fried, Alfred Grosser u. v. m. Es ist eine spannende Sicht auf das intellektuelle Leben und die gesellschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik in den letzten 25 Jahren.
Herausgegeben von Wolfgang Mistereck und Adrienne Schneider.
Der Wallstein Verlag, Göttingen, hat uns 10 Exemplare für Interessierte zur Verfügung gestellt. Interessierte können diese gegen eine Spende von mindestens 1,00 Euro freitags im FALZ (Kulturpassausgabe) abholen.

Buchmesse Frankfurt
Die Frankfurter Buchmesse feiert 2008 ihr 60. Jubiläum.
19. Oktober 2008

Frankfurt kurz und klassisch
Ein Literaturspaziergang
Sonntag, 19. April 2009
Goethehaus – Großer Hirschgraben


JUAN GELMAN
ERÖFFNUNG DER FRANKFURTER LYRIKTAGE 2009
Mittwoch, 03. Juni 2009
INSTITUTO CERVANTES FRANKFURT
Staufenstraße 1
60323 Frankfurt
frankfurt-cervantes.es

Literaturspaziergang
Frankfurt kurz und klassisch
Sonntag, 14. Juni 2009
Treffpunkt: Goethehaus, Großer Hirschgraben

Bergen-Enkheim liest – Lesen Sie mit Lesefestival vom 22. bis 27. Juni in Bergen-Enkheim
Das komplette Programm gibt es unter:
www.leseinsel-bergenenkheim.de
www.stadtbuecherei.frankfurt.de

Metropolitan – Die erzählte Stadt
Mittwoch, 24. Juni – Samsatg, 27. Juni 2009
6 STÄDTE, 6 AUTOREN, 4 TAGE

Stiftungsgastdozentur Poetik
Uwe Timm wird Poetikdozent des Sommersemesters 2009
09. Juni bis zum 07. Juli 2009
Hörsaal VI des Uni-Campus Bockenheim
Mertonstraße 17-21
60325 Frankfurt

Waldlesung: Witzig!
Musik und Literatur im Frankfurter Stadtwald von Erhardt bis Gernhardt
Sonntag, 12. Juli 2009

Monika und Peter Heusch lesen: Lieblingsbücher
Donnerstag, 23. Juli 2009
Bibliothekszentrum Sachsenhausen
Hedderichstraße 32
60594 Frankfurt

Alexa Hennig von Lange liest aus “Peace“
Sonntag, 02. August 2009
Frankfurter Hauptbahnhof
Im Restaurant COSMOPOLITAN
(gegenüber Gleis 3 & 4, 1. Stock)

Kinderfest
Das Literaturhaus Frankfurt zu Gast auf dem Kinderfest im Holzhausenschlösschen
Samstag, 05. September 2009
Sabine Ludwig, ,Tanya Stewner, Joachim Hecker
Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5
60322 Frankfurt
www.frankfurter-buergerstiftung.de.

Filmemacher Alexander Kluge erhält hohe Auszeichnung
Freitag, 11. September 2009
Paulskirche

Friedrich Christian Delius liest
Mittwoch, 16. September 2009
Literaturhaus Frankfurt
Schöne Aussicht 2
60311 Frankfurt
www.literaturhaus-frankfurt.de

Müller hoch Drei
Lesung mit Burkhard Spinnen zur Eröffnung des Bibliothekszentrums Höchst
Samstag, 26. September 2009
Bibliothekszentrum Höchst
Michael-Stumpf-Straße 2
65929 Frankfurt

Die lange Nacht der kurzen Liste
“Shortlist” zum Deutschen Buchpreis wird am Samstag, 26. September 2009 im Literaturhaus präsentiert
Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):
• Rainer Merkel: Lichtjahre entfernt (S. Fischer, März 2009)
• Herta Müller: Atemschaukel (Hanser, August 2009)
• Norbert Scheuer: Überm Rauschen (C. H. Beck, Juni 2009)
• Kathrin Schmidt: Du stirbst nicht (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2009)
• Clemens J. Setz: Die Frequenzen (Residenz, Februar 2009)
• Stephan Thome: Grenzgang (Suhrkamp, August 2009)

Die Schauspielerin Nina Petri liest aus „Totenkind“
Sonntag, 04. Oktober 2009
Frankfurter Hauptbahnhof
Im Restaurant COSMOPOLITAN
(gegenüber Gleis 3 & 4, 1. Stock)

Lesung und Gespräch mit Kim Scott
Freitag, 9. Oktober 2009
Raum 1.411 Campus Westend
Hauptgebäude, 1. Stock
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt

LiBeraturpreis 2009 für Elizabeth Subercaseaux aus Chile
Sonntag, 11. Oktober
Christuskiche
Beethovenplatz 11-13 (Westend)
60325 Frankfurt

Literaturnobelpreisträgerin kommt nach Frankfurt
Herta Müller diese Woche bei “Literatur im Römer”
Mittwoch, 14. Oktober 2009

Frankfurter Buchmesse 2009
12. Oktober – 17. Oktober 2009 – Ehrengast China
Messegelände
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt
www.buchmesse.de

OPEN BOOKS 2009
Veranstaltungen zur Buchmesse im Frankfurter Kunstverein
13. Oktober – 17. Oktober 2009
Frankfurter Kunstverein
Steinernes Haus am Römerberg
Markt 44
60311 Frankfurt
www.fkv.de

Finalisten des Deutschen Buchpreises lesen
Als Hauptsponsor des Deutschen Buchpreises hat die 1822-Stiftung der Frankfurter Sparkasse die Shortlist-Autoren zu einer Lesungsreihe eingeladen.
Termine:
• Dienstag, 27. Oktober 2009 – Stephan Thome: „Grenzgang“
• Freitag, 27. November 2009 – Clemens J. Setz: „Die Frequenzen“
• Dienstag, 1. Dezember 2009 – Norbert Scheuer: „Überm Rauschen“
• Montag, 11. Januar 2010 – Rainer Merkel: „Lichtjahre entfernt“
Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse
Neue Mainzer Straße 49
60311 Frankfurt

Ein Abend mit Egon Ammann & Ralph Dutli
Mittwoch, 28. Oktober 2009
YPSILON Buchladen und Café,
Berger Str. 18 (U-4 Merianplatz)
60316 Frankfurt
www.y-buchladen.de

Unvergleichliche Einblicke in die Literatur
Seit 50 Jahren präsentiert die Universität die Frankfurter Poetik-Vorlesungen
Dienstag, 1. Dezember 2009
Die Liste derjenigen, die bei den Poetik-Vorlesungen im Zeitraum von 50 Jahren ans Rednerpult traten und Einblicke in ihre Arbeit gaben, liest sich wie ein Auszug aus Kindlers Literaturlexikon. Darunter waren auch die Nobelpreisträger Heinrich Böll und Günter Grass. Zur Jubiläumsveranstaltung am 1. Dezember kommt der Lyriker Durs Grünbein.
Ist Poesie lehrbar? Und vor allem: Können Dichter selbst Rechenschaft geben über Geheimnis und Wunder ihrer Kreativität und Sprachkunst? Ihnen einmal über die Schulter zu schauen, teilzuhaben …
Campus Westend
Fürstenberger Straße
60323 Frankfurt
www.uni-frankfurt.de

Die Schriftstellerin Ulrike Kolb liest aus ihrem neuen Roman
Donnerstag, 3. Dezember 2009
Ulrike Kolb liest am Donnerstag, 3. Dezember, aus ihrem neuen Roman “Yoram”. Sie erzählt die Geschichte einer jüdisch-deutschen Liebe, die sich immer wieder gegen die Nachwirkungen der Vergangenheit behauptet und am Ende doch an den ganz normalen Konflikten zu zerbrechen droht.
Jüdischen Museum
Untermainkai 14-15
60311 Frankfurt

Buchpräsentation: „Auftritt als Künstler“ von Beatrice von Bismarck
Donnerstag, 07. Januar 2010
Beatrice von Bismarck geht in ihrer neuesten Publikation „Auftritt als Künstler“ der Frage nach, was Künstler-Sein nach 1960 bedeuten könnte.
Frankfurter Kunstverein
Markt 44
60311 Frankfurt
www.fkv.de

Borges – Der Atlas. Eine Weltreise mit dem Meister der fantastischen Erzählung
15. Oktober 2009 – 15. Januar 2010
„Der argentinische Autor und Kosmopolit Jorge Luis Borges unternahm zahlreiche Weltreisen in Begleitung seiner Ehefrau María Kodama. Aus diesen Reiseeindrücken entstand der „Atlas“, ein Buch, …
Die Ausstellung mit 130 Bildern und ausgewählten Texten gibt einen intimen Einblick in das Leben des Schriftstellers, der die Welt …
Die Ausstellung wird in Anwesenheit von María Kodama eröffnet.
INSTITUTO CERVANTES
Staufenstraße 1
60323 Frankfurt
frankfurt-cervantes.es

Lesung
Dagmar Leupold – Die Helligkeit der Nacht
Dienstag, 26. Januar 2010
Die Toten sind nicht tot: Heinrich von Kleist tauscht sich brieflich mit Ulrike Meinhof aus. Dagmar Leupold gelingt dieses literarische Experiment mit solcher Bravour, dass der Leser … Wie nah die beiden sich bei Dagmar Leupold kommen, wie geschwisterlich ihr Verhältnis wird, das wirft auch ein neues Licht auf Kleist, der eben nicht nur als Journalist viel Gemeinsames mit Ulrike Meinhof hat.
Romanfabrik
Hanauer Landstraße 186
60314 Frankfurt
Tel.: 069-4908 4829.

Wort&Klangbildstelle
Donnerstag, 28. Januar 2010
Seit 2007 bot die Lesebühne “Wort&Klangbildstelle” ein Forum für Spoken Word Poesie, Geschichten, Experimentelles, Kunst mit Gästen aus ganz Deutschland sowie Special Guests aus den USA, England und Österreich.
Zu Gast bei faitvotrejeu
B-Poet & Dirk Huelstrunk, Gäste: Alex Dreppec (Darmstadt), PATHOS LEGAL (Frankfurt), Alexandra Becht und Berkant Özdemir.
faitvotrejeu
im ehem. Untersuchungsgefängnis
am Alten Gericht (Nähe Konstablerwache)
Klapperfeldstr. 5
60313 Frankfurt
faitesvotrejeu

Lesung
„Literatur als Brücke zwischen den Kulturen“ – Eleni Torossi
Donnerstag, 04. Februar 2010
Eleni Torossi, in Athen geboren und aufgewachsen, lebt seit 1968 in München, Studium der Politikwissenschaften an der Hochschule für Politik in München. Sie arbeitet seit 1971 für den Bayerischen Rundfunk, ARD-Ausländerprogramm und den Bayern 2 Familienfunk.
Sie schreibt Sozial- und Kulturbeiträge, Reportagen, Kindergeschichten und Hörspiele für mehrere Rundfunkanstalten. Ihre Geschichten sind in zahlreichen Anthologien und Schulbüchern veröffentlicht.
Seit 1985 eigene Publikationen in deutscher und griechischer Sprache.
Moderation: Waia Stavrianos
Musikalischer Rahmen: Jannis Karis
Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5
60322 Frankfurt

“Neues Glück” Langer Tag der Bücher – 7. Ausgabe
Sonntag, 11. April 2010
Am 11. April findet zum siebten Mal der Lange Tag der Bücher im Chagallsaal des Schauspielhauses am Willy-Brandt-Platz statt. Er steht in diesem Jahr unter dem Titel “Neues Glück”. In gewohnter Manier werden hochkarätige Lesungen von 11:00 – 22:00 Uhr in der Nacht präsentiert. Zu jeder vollen Stunde stellt ein weiterer Autor ein Buch vor und ermöglicht dank der Moderationen Einblicke in die Hintergründe der jeweiligen Texte. In diesem Jahr sind literarische Entdeckungen zu machen wie die in der Tradition von Morgenstern und Gernhardt stehende Lyrikerin Arezu Weitholz oder der Schweizer Autor Charles Ofaire, der seinen Bern-Roman vorstellt. Erstmals mit dabei ist die Literaturagentur Copywrite, die mit der Entdeckung der Debütanten einen tiefen Blick in die Verlagsbranche ermöglicht.
11:20 Uhr Roswitha Quadflieg liest aus Der Glückliche – Roman zu zehn Stimmen
12:00 Uhr Theatralische Lesung aus: Atropa. Die Rache des Friedens von und mit Tom Lanoye
13:00 Uhr Willi Zurbrüggen stellt seinen Roman Nordlich vor
14:00 Uhr Georg Simader: Die Entdeckung der Debütanten. Ein abenteuerlicher Bericht
15:00 Uhr Charles Ofaire liest aus dem wilden Schweiz-Roman Berns verlorene Kindheit
16:00 Uhr Arezu Weitholz liest Lyrik: Mein lieber Fisch. Vierundvierzig Fischgedichte
17:00 Uhr Ulrike Almut Sandig liest aus: Flamingos
18:00 Uhr Katja Oskamp stellt ihre Hellersdorfer Perle vor
19:00 Uhr Anne Weber liest aus ihrem neuen Roman Luft und Liebe
20:00 Uhr Erlebnisreisen durch das Literaturland Hessen – Ein Lesebuch. Lesung von Michael Quast
21:00 Uhr Peter Zingler lädt zum Ausflug ins Bordell: Rotlicht im Kopf – Mythos Sudfass
Schauspiel Frankfurt
Willy-Brandt-Platz
60311 Frankfurt

Hans Christoph Buch liest aus „Reise um die Welt in acht Nächten“
Sonntag, 11. April 2010
Mit der Erzählung Tod in Habana (2007), lieferte der Kubakenner eine schillernde literarische Hommage an Habana. In Reise um die Welt in acht Nächten (2009) bündelt er seine Reiseerfahrungen in einem faszinierenden Abenteuerroman.
Moderation: Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)
Frankfurter Hauptbahnhof
Im Restaurant COSMOPOLITAN
(gegenüber Gleis 3 & 4, 1. Stock)

Büchertausch “BookCrossing”
Montag, 19. April 2010
Im Hinblick auf den anstehenden Welttag des Buches und der Autorenrechte, der am Freitag den 23. April stattfindet, werden alle Lesefreunde herzlich eingeladen, im Instituto Cervantes Frankfurt die neue mobile Bibliothek einzuweihen. Jeder Interessent kann dann der Bibliothek eine Anzahl von maximal fünf Büchern spenden und im Gegenzug fünf andere Bücher mit nach Hause nehmen.
Freitag, 23. April 2010
“Welttag des Buches und der Autorenrechte” durchgängig zum Tag der offenen Tür und getreu eines alten katalanischen Brauchs werden zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen verschenkt. Stöbern, schmökern, Bücher ausleihen oder in der mobilen Bibliothek des Foyers tauschen steht an diesem Tag auf dem Programm!
Instituto Cervantes Frankfurt
Staufenstraße 1
60323 Frankfurt
frankfurt.cervantes.es

Lesung über die Dichterin Mascha Kaléko
Freitag, 23. April 2010
Der Nachbarschaftsverein Nachbarn im Gallus e. V. lädt ein zur einer Lesung über das Leben und Werk der Dichterin Mascha Kaléko. Sie war eine Zeitgenossin von Kästner und Ringelnatz.
Naturfreundehaus
Herxheimer Strasse 6 (Friedrich-Ebert-Siedlung)
60326 Frankfurt

STRASSE/ HAUSNUMMER – Ein Dialog zwischen den Generationen
Frankfurt liest ein Buch: „Valentin Senger – Kaiserhofstr. 12“
Donnerstag 29. April 2010
Im Beisein von Irmgard Senger präsentieren Schülerinnen und Schüler der Anne Frank-Schule und der Konrad-Haenisch-Schule ihre in Workshops entstandenen Ergebnisse.
historischen museum frankfurt
Saalgasse 19 (Römerberg)
60311 Frankfurt

5. Frankfurter Literaturfestival literaTurm 2010
Lesung mit Clemens Berger
28. Mai 2010
„Das Streichelinstitut“
Lesung mit Lukas Hammerstein
28. Mai 2010
„ Wo wirst du sein „
Jugendbuchlesung mit Pete Smith
29. Mai 2010
„So voller Wut“
Jugendbuchlesung mit Tobias Elsäßer
29. Mai 2010
„Abspringen“
IG Metall – MainForum
Wilhelm-Leuschner-Str. 79
60329 Frankfurt
Autoren


RAFAEL DEZCALLAR
Lesung des Politthrillers Seda Negra
Donnerstag, 10. Juni 2010
Der spanische Autor Eduardo Mendoza präsentiert den Roman „Seda negra“ von Rafael Dezcallar. In einem Gespräch analysieren die beiden Schriftsteller die realen Hintergründe dieses Politthrillers, in dem die großen Weltmächte und internationale Ölkonzerne mit den Ländern des Kaukasus um den Zugriff auf die Ölvorräte und die politische
Die Veranstaltung wird auf Deutsch übersetzt.
INSTITUTO CERVANTES Frankfurt
Staufenstraße 1
60323 Frankfurt
frankfurt-cervantes.es

Lesung – Uljana Wolf liest aus dem Gedichtband
»falsche freunde«
Mittwoch, 16. Juni 2010
Uljana Wolf unternimmt in ihrem aktuellen Gedichtband ein Spiel mit den Sprachen. Falsche Freunde werden in der Linguistik Wortpaare genannt, die aus zwei verschiedenen Sprachen stammen, gleich aussehen und klingen, aber ganz unterschiedliche Bedeutungen haben.
Dr. Christian Metz in der Reihe >>Wahrnehmung<< Kitzel
Zur Kulturgeschichte eines menschlichen Reizes
Mittwoch, 22. September 2010
Christian Metz (Kultur- und Literaturwissenschaftler) wendet sich in seinem Vortrag einem Phänomen der Literatur-, Kunst- und Filmgeschichte zu, das bislang keine Beachtung gefunden hat – dem Phänomen des “Kitzelns”.
HEINKE / DINDA – ein Gespräch zur Frankfurter Buchmesse
Sonntag, 10. Oktober 2010
Podiumsgespräch zwischen dem Künstler Florian Heinke und dem Dichter Franz Dinda unter dem Titel LOVE KILLS / HAPPY END. Florian Heinkes Ausstellung “Love Kills” läuft noch bis zum 15. Oktober im Hochhaus der Commerzbank am Kaiserplatz. Franz Dindas “BilderReimbuch über Liebe” ist in diesem Jahr bei Weissbooks erschienen. Die Moderation des Abends übernimmt Achim Winter.
STEFAN VALENTIN MÜLLER
in der Reihe Literaturpodium mit FLEISCHSONATE
Mittwoch, 27. Oktober 2010
Der Aschaffenburger Autor Stefan Valentin Müller liest in der Reihe Literaturpodium aus “Schlachthofsymphonie”, einem Krimi mit Lokalkolorit, sowie aus einigen seiner preisgekrönten Kurzgeschichten.
FRANK WEDEKIND
in der Reihe Literaturpodium als HÖRSPIELURAUFFÜHRUNG
Mittwoch, 10. November 2010
“Fank Wedekind: Zwischen Tingeltangel und Zensur” nennt sich der Abend im >>raum für kultur<<, bei dem in einer Art Revue, Leben und Texte des Dichters Frank Wedekind verarbeitet werden.
»raum für kultur«
Gallileo-Hochhaus
Gallusanlage 7
60329 Frankfurt

»Was für ein Tag«
Gemälde und Texte von Almut und Robert Gernhardt
21. April – 27. Juni 2010
In dieser Ausstellung werden erstmals die Kinderbücher von Almut und Robert Gernhardt mit den originalen Ölbildern der Malerin Almut Gernhardt präsentiert. Zum 70. Geburtstag der 1989 verstorbenen Malerin Almut Gernhardt werden weitere Ölgemälde in einer kleinen Kabinett-Ausstellung gezeigt. Der Dichter und Schriftsteller, Maler und Zeichner Robert Gernhardt ist 2006 gestorben.
Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5
60322 Frankfurt
www.frankfurter-buergerstiftung.de

Romantische Waldlesung
Sonntag, 04. Juli 2010
Am Sonntag, 04. Juli, ist zum siebten Mal “Waldlesung” im Frankfurter Stadtwald, und zwar ab 17:00 Uhr. Diesmal steht die Waldromantik, die besonders in der Zeit von 1798 bis 1835 von Dichtern wie Joseph von Eichendorff, E.T.A. Hoffmann, Ludwig Uhland und Bettine von Arnim geprägt wurde, im Mittelpunkt – aber auch zeitgenössische romantische Prosa und Liebesgeschichten. Die Frankfurter Autorin Jutta Vahrson und der Schwanheimer Heimatdichter Norbert Müller lesen aus ihren Werken. Karin Franke-André umrahmt die Waldlesung mit romantischen Harfenklängen. Mit Wildschweinschinkenbrot, Apfelwein und einem “Liebestrank” frisch von der Försterei ist auch für das leibliche Wohl der Literaturfreunde gesorgt.
Ort der romantischen Rezitation ist der Frankfurter Stadtwald.

40 Jahre Stroemfeld Verlag
13. August – 04. September 2010
Der in Frankfurt am Main gegründete Stroemfeld Verlag feiert in diesem Jahr seinen vierzigsten Geburtstag. Die Ausstellung in der Deutschen Nationalbibliothek dokumentiert die wechselvolle Geschichte dieses Verlags, die eng mit der Zeitgeschichte verwoben ist.
Deutschen Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt
www.d-nb.de

„Für Marcel Reich-Ranicki”
Das Jüdische Museum Frankfurt gratuliert zum 90. Geburtstag
01. Juni –05. September 2010
„Demokratie wird durch Kritik geradezu definiert.“ Marcel Reich-Ranicki 1970
Die Ausstellung würdigt Leben und Werk einer der bekanntesten Persönlichkeiten im literarischen Leben und fragt nach dem Bild der Kritik in der Öffentlichkeit, in der sie zu selten als demokratische Tugend.
Museum Judengasse
Kurt-Schumacher-Str. 10
60311 Frankfurt
www.juedischesmuseum.de

Porträt einer deutsch-jüdischen Familie
Mirjam Pressler über die Familie von Anne Frank
Dienstag, 14. September 2010
Am Dienstag, 14. September, stellt Mirjam Pressler ihr aktuelles Buch über die Familie von Anne Frank vor. Die Geschichte des weitverzweigten Clans umspannt drei Jahrhunderte und basiert auf vielen bis dato unbekannten Briefen, Fotografien und Dokumenten, die Buddy Elias, der Cousin von Anne Frank, auf seinem Dachboden verwahrte. Unter Mitarbeit von Buddy Elias und seiner Frau Gerti entstand das facettenreiche Porträt einer deutsch-jüdischen Familie: Während Anne Franks Ur-Ur-Großvater noch in der Frankfurter Judengasse lebte, führte ihre Großmutter als Bankiersgattin ein weltoffenes Haus. Verwandte wohnten in London, Basel und Amsterdam. Ein Buch, das nicht nur eine einzelne Familiengeschichte erzählt, sondern auch das 19. und 20. Jahrhundert bis zum Holocaust wieder auferstehen lässt.
Zentralbibliothek der Stadtbücherei Frankfurt
Hasengasse 4
60313 Frankfurt

»Reckless. Steinernes Fleisch«
Cornelia Funke liest mit Rainer Strecker aus ihrem neuen Roman.
Montag, 27. September 2010
Der erste Band einer neuen, packenden Serie um die beiden Brüder Jacob und Will Recklesss, die in einer gleichermaßen magischen wie beängstigenden Welt atemberaubende Abenteuer erleben.
Alte Oper
Opernplatz 1
60313 Frankfurt

Frankfurt Buchmesse 2010
06. – 10. Oktober 2010 – Ehrengast Argentinien
Messegelände
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt
www.buchmesse.de

OPEN BOOKS 2010
05. – 10. Oktober
Ziel und Zweck der “Open Books 2010″ ist es die Buchmesse auch außerhalb des Messegeländes stattfinden zu lassen und all jene Leser außerhalb der Buchbranche zu erreichen.


Ricardo Piglia – Ins Weiße zielen
Dienstag, 02. November 2010
Warum musste Tony Durán sterben? In einem scheinbar eindeutigen Fall gehen Kommissar Croce und Journalist Renzi bei ihren Ermittlungen in der trügerischen Ruhe der argentinischen Provinz einer ganz eigenen Theorie nach. In seinem neuen Roman zieht Ricardo Piglia alle Register des Krimi-Genres und zeigt, dass nichts so ist, wie es scheint. Der Autor, Essayist und Kritiker gab mit “La invasión” 1967 sein literarisches Debüt und gilt in seiner Heimat längst als moderner Klassiker.
Moderation: Jochanan Shelliem (Journalist, ARD-Hörfunk)
Die Veranstaltung wird simultan auf deutsch und spanisch übersetzt.
INSTITUTO CERVANTES FRANKFURT
Staufenstraße 1
60323 Frankfurt

“Es will merr net in mein Kopp enei!”
Gegenwartskunst und Frankfurter Mundarttradition
Samstag, 20. November 2010
Am Vorabend des 194. Geburtstages von Friedrich Stoltze präsentieren die Fliegende Volksbühne Frankfurt und das MMK am Standort des Geburtshauses eine kleine Dichterfeier mit Michael Quast und dem Frankfurter Motettenchor (geleitet von Thomas Hanelt).
Außerdem: Vorstellung des neuen Hörbuches “Es will mer net in mein Kopp enei. Michael Quast liest Friedrich Stoltze”, erschienen beim Verlag Waldemar Kramer.
MMK Zollamt
Braubachstr. 13
60311 Frankfurt

Gedichte von Mascha Kaléko
Donnerstag, 13. Januar 2011
„Der Gott der kleinen Webefehler”
Die Schauspielerin Ute Kaiser liest Gedichte von Mascha Kaléko (1912 – 1975). Die jüdische Dichterin beeindruckt durch ihren lakonische, ironische und dann wieder tieftraurige Poesie aus dem Berlin der zwanziger Jahre und dem New York der Kriegs- und Nachkriegszeit. Und so liest auch Ute Kaiser: traurig und leise, schnoddrig und frech. Ein schöner Winterabend mit dem Versprechen auf Frühling – trotz alledem!
Club Voltaire
Kleine Hochstraße 5
60313 Frankfurt
www.club-voltaire.de

Ein Eichhörnchen auf Wanderschaft
Isländischer Star-Autor liest in der Frankfurter Zentralbibliothek aus seinem Erstlingsroman
Donnerstag, 17. März 2011
Island ist in diesem Jahr Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse. Die Stadtbücherei stimmt schon jetzt auf die Literatur aus dem Land der Vulkane und Geysire ein. Elíasson zählt zu den bedeutendsten Autoren Islands und gilt als Erneuerer der isländischen Literatur.
In dem Roman wird die Vorliebe des Autors fürs Absurde deutlich. Aber bei aller Skurrilität erzählt er seine Geschichte in leisen und zurückhaltenden Tönen. Der Roman hat in Island Kultstatus erlangt und erscheint anlässlich der Buchmesse auch in deutscher Übersetzung. Die Lesung findet zweisprachig statt. Den deutschen Text liest der Schauspieler Thomas Sarbacher.
Zentralbibliothek
Hasengasse 4
60311 Frankfurt

Nadja Küchenmeister
in der Reihe LITERATURPODIUM: »Alle Lichter«
Mittwoch 30. März 2011
»Schön ist Nadja Küchenmeisters Sprache und wie ganz neu. Sie verschmilzt die Gefühle und die Gegenstände zu einer großen, sanften Melodie« – so öffnete Ulrich Greiner in der Frankfurter Anthologie weit die Tür in ihre literarische Zukunft. Im »raum für kultur« werden sehr moderne Gedichte zu hören sein, die niemals ihr Herkommen aus der großen Tradition lyrischen Sprechens und Schreibens verleugnen.
»Hommage an Wilhelm Genazino«
mit Martin Mosebach, Silke Scheuermann, Matthias Göritz
Donnerstag 05. Mai 2011
In einer Hommage an Wilhelm Genazino lesen Martin Mosebach, Silke Scheuermann und Matthias Göritz (Moderation) aus bekannten Romanen des Autors. Natürlich auch aus »Abschaffel«. Die gleichnamige Hauptfigur unternahm in den 70ern mit einer eigentümlichen inneren Phantasietätigkeit als »Workaholic des Nichtstuns« die eine oder andere Erkundigungstour im Bannkreis zwischen Bahnhof, Main und Altstadt. Also in unmittelbarere Nachbarschaft.
Matthea Harvey & Uljana Wolf
in der Reihe LITERATURPODIUM: »Du kennst das auch«
Mittwoch, 15. Juni 2011
Matthea Harvey gehört zu den angesehensten US-amerikanischen Lyrikerinnen ihrer Generation. Sie lebt in Brooklyn und unterrichtet am Sarah Lawrence College NY Poesie. Ihre Gedichte gehören »zu den atemberaubendsten, die über das derzeitige politische Klima Amerikas geschrieben worden sind«, urteilt David Orr in der New York Times.
Katharina Schultens (luxbooks)
in der Reihe LITERATURPODIUM »gierstabil«
Mittwoch, 14. September 2011
Schultens ist eine Meisterin der Vermischung von naturwissenschaftlichen und biologischen Bildwelten mit sprachreflexiven Gegenwartskontemplationen. Ihr zweiter Band »gierstabil« erschien im März 2011 bei luxbooks. In der Kfz-Technik beschreibt Gierstabilität die Eigenschaft eines Fahrzeugs, sich ohne weitere Steuerung nahezu geradeaus zu bewegen. Auch die Lyrikerin bewegt sich in ihren Gedichten scheinbar leichtfüßig und ohne Anstrengung geradeaus durch die Assoziations- und Sprachgebiete der Gegenwart.
Franz Mon
in der Reihe Literaturpodium »Nach Omega undsoweiter«
Mittwoch, 02. November 2011
»Hören und Sehen vergehen«, »Fallen stellen«, »Nach Omega undsoweiter«, »Wörter voller Worte« lauten Titel der Bücher von Franz Mon. Sie deuten an, was Leser und Hörer erfahren und wahrnehmen können.
Franz Mon, 1926 in Frankfurt am Main geboren, gehört zu den bekanntesten deutschen Autoren konkreter und experimenteller Poesie. Sein Werk umfasst Gedichte, Prosastücke, visuelle Poesie, Hörspiele, Essays: Immer geht es um Sprache in ihren vielfältigen Ausdrucksformen und Spielarten. »Die Dauerhaftigkeit der Wörter, die Flüchtigkeit des Artikulierens und das unkontrollierte Pulsieren der Bedeutungen darin – dies Widerspiel macht Mons Texte so lebendig.« (Klaus Ramm, 2011).
Daniela Seel
in der Reihe LITERATURPODIUM: »ich kann diese stelle nicht wiederfinden«
Mittwoch, 23. November 2011
Daniele Seels erster Gedichtband »ich kann diese stelle nicht wiederfinden « wurde kurz nach Veröffentlichung mit dem Friedrich- Hölderlin-Preis 2011 ausgezeichnet. Die Jury urteilt über ihn: »ein Buch, dessen Texte Sensibilität im Wortsinn vorführen, Sinnlichkeit bis in die feinsten Nuancen erkunden. Daniela Seels Lyrik verfährt kompromisslos auf höchstem ästhetischem Niveau, vermeidet jede falsche Feierlichkeit und spielt das komplizierte poetische Spiel mit der Sprache viel lieber mit ernster Leichtigkeit und aller Lust zum Experiment.«
Die 1974 geborene Dichterin lebt in Berlin. 2003 gründete sie mit dem Buchkünstler und Illustrator Andreas Töpfer, kookbooks – Labor für Poesie als Lebensform. Ihre Gedichte erschienen u. a. in Edit, FAZ und Jahrbuch der Lyrik. Seit über zehn Jahren gehören Daniela Seels Gedichte zu den Geheimtipps der jüngeren Lyrik, die sie als Verlegerin mit bekannt gemacht hat.
Veranstaltungsort
»raum für kultur«
Gallileo-Hochhaus
Gallusanlage 7
60329 Frankfurt

Autoren treten zum Lesemarathon an
Klassikalarm beim achten „langen Tag der Bücher”
Sonntag, 17. April 2011
Unter dem Titel „KlassikAlarm” präsentieren Schriftsteller ihre Werke, signieren Bücher und stehen bereit zur Begegnung mit den Lesern.
Inhaltlich orientiert sich der Lesemarathon am jeweiligen Spielzeitschwerpunkt des Schauspiels. Daher geht es beim diesjährigen „Langen Tag der Bücher” um Klassiker.
Chagallsaal des Schauspiels Frankfurt
Neue Mainzer Straße 17
60311 Frankfurt
www.schauspielfrankfurt.de

“Frankfurt liest ein Buch”!
Lesen und entdecken Sie vom 02. bis 15. Mai 2011 zusammen mit den Menschen Ihrer Stadt die Romantrilogie “Abschaffel” des Frankfurter Autors Wilhelm Genazino.
Wilhelm Genazino und sein Werk.
Abschaffel, Flaneur und “Workaholic des Nichtstuns”, streift als Angestellter durch Frankfurt. Begleiten Sie ihn dabei: Lesen Sie sein Buch, besuchen Sie die zahlreichen Veranstaltungen, Lesungen und Ausstellungen und lernen Sie auf einigen davon Wilhelm Genazino kennen. Erfahren Sie dabei mehr über den Autor, seine Bücher und über die Stadt Frankfurt am Main.
Erlesen Sie Frankfurt und seine Autoren mit uns!
www.frankfurt-liest-ein-buch.de
Stadtschreiber lädt Gegenwartslyriker zur Lesung nach Bergen
Stadtschreiber Thomas Rosenlöcher lädt die Gegenwartslyriker Richard Pietraß und Jan Wagner am Mittwoch, 04. Mai, 20:00 Uhr, in die Berger Bücherstube. Es ist der dritte und letzte Teil der Veranstaltungsreihe, die Rosenlöcher mit seinen ausgewählten Gästen bestreitet.
Berger Bücherstube
Marktstraße 15
60388 Frankfurt
Melancholie und die Tragikomik der Gefühle
Donnerstag, 05. Mai 2011
Männer erkranken rund halb so oft wie Frauen an Depressionen. Depressionen gehen mit einem quälenden Zustand des Nichtfühlens einher. Männer gehen mit Gefühlen anders um als Frauen. Die Chance für Frauen, an Depressionen zu erkranken, steigt, wenn sie heiraten, wohingegen die Männer in der Ehe eher „gesunden“. Ist der tragikomisch wirkende Held Abschaffel in Genazinos Roman ein typischer Mann? Wie ist seine stark ausgebildete Selbstbeobachtung zu verstehen? Auf welche Weise verwandeln sich Leid und Not ins Komische? Eine Soirée nicht ausschließlich nur für Männer!
- Gespräch mit Prof. Dr. med. Heinrich Deserno (Intern. Psychoanal. Univ. Berlin), Mitglied des Arbeitskreises Literatur und Psychoanalyse Freiburg.
- Lesung: Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)
- Moderation: Kerstin Frei (Katholische Akademie)
Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt
Verweigerung:
Abschaffel gestern! Abschaffel heute?
Donnerstag, 05. Mai 2011
Im Rahmen von “Frankfurt liest ein Buch” findet eine spannende Veranstaltung mit dem Georg-Büchner-Preisträger Wilhelm Genazino und seinem Verleger Michael Krüger statt.
mediacampus frankfurt
Wilhelmshöher Straße 283
60389 Frankfurt
www.mediacampus-frankfurt.de
Ausstellung „Abschaffel // Frankfurt 1977”
07. Mai – 15. Mai 201
Eintritt: frei!
Die Ausstellung zeigt die Entstehung von Wilhelm Genazinos Debüt, seine Manuskripte, die Korrespondenz mit dem Verlag, die Aufnahme und Wirkung. Doch jenseits von Literaturgeschichte führt sie in die Lebenswelt der Romanfigur, wie sie im Erscheinungsjahr des Buchs aussieht: An Abschaffels trostlosen Arbeitsplatz genauso wie auf seine Streifzüge quer durch Frankfurt. Zeitgeschichtliche Dokumente, Originalinterieur und Alltagsgegenstände bilden gemeinsam mit den literarischen Quellen ein Mosaik, das Abschaffel und seine Stadt von 1977 höchst lebendig zeigt.
Führungen mit Wolfgang Schopf:
12. Mai: 18:30 Uhr und 15. Mai: 15:00 Uhr
Haus am Dom – Katholische Akademie Rabanus Maurus
Domplatz 3
60311 Frankfurt
Öffnungszeiten: Mo – Fr 10:00 Uhr – 19:00 Uhr; Sa/So 10:00 – 17:00 Uhr

Kultur für ALLE e.V. im Literaturland Hessen – Hessischer Literaturtag am 29. Mai 2011
Kultur für ALLE e.V. präsentiert zum Hessischen Literaturfest unsere beginnende Anthologie “Stadtschreiber von Bergen”, die jetzt von Adrienne Schneider betreut wird. Bis zum Literaturtag werden hier schon viele Autoren präsent sein. Beachten Sie bitte bereits jetzt die vorhandenen Geschichten und Gedichte.
Ganz besonders freut uns, daß der “Arbeiterschriftsteller” Ludwig Fels extra für uns die
Geschichte “Kraut und Rüben für die Elenden” geschrieben hat und daß die Nobelpreisträgerin Herta Müller uns eine unveröffentlichte Collage exklusiv “geschenkt” hat.

Börne-Preis 2011
Mit dem Ludwig-Börne-Preis wird in diesem Jahr Joachim Gauck geehrt. Am Sonntag, 05. Juni, wird ihm in der Paulskirche der mit 20.000 Euro dotierte Literaturpreis der Ludwig-Börne-Stiftung überreicht.
Die Laudatio hält der Publizist und ehemalige Hamburger Politiker Michael Naumann, der zugleich als alleiniger Juror fungiert. Außerdem sprechen Michael A. Gotthelf, Vorstandsvorsitzender der Ludwig-Börne-Stiftung, und der Kulturdezernent der Stadt Frankfurt, Felix Semmelroth. Die Schauspielerin Hannelore Elsner liest im Anschluss Texte von und über den Frankfurter Journalisten, Literatur- und Theaterkritiker Ludwig Börne (1786 bis 1837).

Jacques Roubaud – Der verwilderte Park
Dienstag, 18. Januar 2010
Der französische Schriftsteller Jacques Roubaud kehrt in Der verwildere Park (Wagenbach) in die Vergangenheit zurück, genauer in die Zeit der Besatzung Frankreichs durch deutsche Truppen in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Das Mädchen Dora findet auf dem Lande Zuflucht, sie schreibt ein sprachlich eigenwilliges Tagebuch, lernt in Jacques einen feinen Spielkameraden kennen. Beide greifen Worte der Erwachsenen auf, die ihnen etwas verbergen wollen. Sie verbergen vor den Erwachsenen ebenfalls ihre Spiele, die sie unter anderem in den verwilderten Park führen, und ihre Verstecke. Dann müssen beide fliehen.
Katharina Hacker – Die Erdbeeren von Antons Mutter
Dienstag, 01. Februar 2011
Die ehemalige Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim kommt mit ihrem neusten Roman in die Romanfabrik. Die Sache mit den Erdbeeren, die die Mutter zu pflanzen vergaß, führt in eine Geschichte des Umgangs mit beginnender Demenz. Und der Zusammenstoß mit einer Radfahrerin ist der Beginn einer Liebesgeschichte zwischen Anton und Lydia. Beide Geschichten bilden den Anstoß für ein dichtes, novellenartiges Erzählen, das ein Kritiker mit den Wahlverwandtschaften von Goethe verglich. Figurenreich und intim zugleich gelingt Katharina Hacker ein Stück klassische Literatur.
Alina Bronsky – Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche
Dienstag, 08. Februar 2011
Die Heldin des Romans, Rosalinda, ist eine tatarische Mutter, lebt zu Zeiten der Sowjetunion mit Mann und Tochter hinter dem Ural. Sie ist zugleich die Erzählerin dieser erfrischend anarchischen Folge von Abenteuern und ziemlich unglücklich über ihre Tochter, die erstens nicht schön, zweitens recht dumm und zu guter letzt auch noch schwanger ist. Ein Abtreibungsversuch mit Hilfe der Stricknadel der Nachbarin scheitert. Nun ist Rosalinda Großmutter, liebt ihre überraschend schöne Enkelin über alles und verzeiht ihr das ungebührlichste Betragen. Die kleine Aminat hält die Großmutter auf Trab, bis die kleine Familie nach Deutschland auswandert und dort auf die erstaunlichsten Gebräuche der Eingeborenen stößt.
Georg Klein – Roman unserer Kindheit
Dienstag, 15. Februar 2011
Es ist die Geschichte von Wolfskopf, Schniefer, Ami-Michel und der Schicken Sybille, von ihrem Sommer, den sie in den frühen sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts erleben. Sehr viele Sonnentage, viele Sommernächte und ein paar Regentage werden hier ausführlich mit einer leuchtenden Prosa erzählt, die jedes Erlebnis auf der Straße, beim Doktor oder in der Waschküche in ein klares und wundersames Licht taucht. Georg Klein bewegt sich mit seiner Erzählkunst an der Grenze dessen geht, was Sprache vermag. Er zeigt Mut für weites episches, an Thomas Mann oder Musil erinnerndes Erzählen, das uns in ein Zauberreich der Kinderwelt zurückholt. Er beherrscht die Kunst, die Höhe des Stils zu halten und den Zauber nie zu verkitschen.
Oleg Jurjew – Von Orten. Ein Poem
Dienstag, 22. Februar 2011
Der seit Jahren in Frankfurt am Main lebende Autor russischer Herkunft hat in seinem Poem Von Orten ein Stück eignwilliges Stück Literatur veröffentlicht (Gutleut Verlag). In sechs Gesängen samt einem Epilog legt er eine lyrische Reiseliteratur vor, die zugleich als Tagebuch wie als Reiseführer dienen könnte. Seine eindrückliche Sprache schafft Stimmungen, die dem Leser vorgaukeln in diesem Moment selbst die Beobachtungen zu machen, Beobachtungen, die zugleich emotionale Verortungen im inneren Selbst sind. Die Reise geht von Chicago über den Frankfurter Ostpark und die abchasische Schwarzmeerküste bis in die Pfälzer Weinberge.
Buchpremiere – Silke Scheuermann. Shanghai Performance
Dienstag, 01. März 2011
Die in Offenbach lebende Erzählerin und Dichterin Silke Scheuermann beschäftigt sich in Shanghai Performance (Schöffling & Co.) mit modernen Ausformungen der Bildenden Kunst und des Kunstmarktes. Die bedeutende Performance-Künstlerin Margot Wincraft bekommt einen Auftrag aus Shanghai. Gemeinsam mit ihrer Assistentin Luisa fliegt sie in die fernöstliche Megastadt, deren eigentliche Fremdheit durch westliche Architektur und bekannte Kunst-Party-Szenen aufgehoben wird. Je näher der große Performance-Abend rückt, desto eigentümlicher verhält sich die von allen bewunderte Margot.
Nino Haratishvili – Juja
Mittwoch, 02. März 2011
Der Literatursalon „Euterpe“ lädt zu einem Abend mit der in Hamburg tätigen georgischen Schriftstellerin Nino Haratishvili. Die international vielfach ausgezeichnete deutschsprachige Schriftstellerin georgischer Abstammung (2008: Autorenpreis für Liv Stein am Heidelberger Stückemarkt & Rolf-Mares-Preis in der Kategorie „Außergewöhnliche Inszenierung“ von Agonie, 2010: Adalbert-von-Chamisso-Förderpreis) ist als Autorin, Dramaturgin und Regisseurin in Deutschland tätig und zählt zu den erfolgreichsten Schriftstellerin des literarischen Nachwuchses. Nach der Lesung aus Juja wird mit der Autorin eine Podiumsdiskussion geführt über das Thema „Frauen zwischen Orient und Okzident“. Der Literaturabend wird musikalisch von der Sängerin Ia Chantladze begleitet.
Patrick Bahners – Die Panikmacher
Dienstag, 15. März 2011
Das neuste Buch des Chef-Feuilletonisten der FAZ, Patrick Bahners, trägt den Untertitel „Die deutsche Angst vor dem Islam“ und mag gerade noch rechtzeitig eine von Irrationalismen aufgeheizte Grundstimmung, die auch von manchen sich klug dünkenden Frauen und Männern befeuert wird, abkühlen und löschen. Ohne die Probleme der Integration unterschiedlicher Kulturen zu verleugnen, geht Patrick Bahners mit offenem Visier gegen Positionen von Ayyan Hirsi Ali, Henryk M. Broder, Ralph Giordano, Necla Kelek, Alice Schwarzer und Thilo Sarrazin vor. Kurzvortrag mit anschließendem Gespräch mit Micha Brumlik, Ruthard Stäblein und dem Publikum.
Günter Lamprecht liest Max von der Grün – Stellenweise Glatteis
Mittwoch, 23. März 2011
Karl Maiwald, Fernfahrer eines Industriebetriebes und Mitglied im Betriebsrat, lebt in einem Arbeiterviertel in Dortmund. Durch einen Zufall entdeckt er, daß die Firmenleitung die Mitarbeiter abhört und jedes gesprochene Wort abtippen läßt. Der Roman aus dem Jahr 1973, jetzt neu im Rahmen einer Werkausgabe im Pendragon Verlag erschienen, ist von nie beabsichtigter Aktualität. In dem ARD-Film Stellenweise Glatteis verfilmte Wolfgang Petersen (Das Boot) den Roman von Max von der Grün mit Günter Lamprecht in der Hauptrolle.
Alex Capus – Léon und Louise
Dienstag, 29. März 2011
Der Schweizer Autor Alex Capus ist einer der faszinierendsten Erzähler deutscher Sprache: Sein Roman Léon und Louise erzählt die Geschichte zweier junger Leute von ihrer ersten Begegnung im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste, dem gegenseitig Sich-für-tot-halten, vom überraschenden Wiedersehen in der Pariser Metro, bis zum eigensinnigen, manchmal unerhört komischen Doppelleben. Liebe übersteigt alle Konventionen, die Heirat eingeschlossen.
Regie: Ruth Berghaus
Dienstag, 05. April 2011
Die Publizistin und Theaterkritikerin Irene Bazinger hat in ihrem bei Rotbuch erschienenen Band Regie: Ruth Berghaus eine große Zahl an Zeitzeugen und Kollegen aus dem Bereich Oper, Tanz und Schauspiel angesprochen, um sie um Beiträge zu der überragenden Regisseurin Ruth Berghaus zu bitten. Herausgekommen ist ein beeindruckender Band, der vielstimmig Zeugnis von der leidenschaftlichen, 1996 verstorbenen Regisseurin ablegt. Den Frankfurtern unvergessen bleiben der Parsifal (1981) und der Ring des Nibelungen (1985-1987), den die Grande Dame des Regietheaters gemeinsam mit Michael Gielen auf die Bühne brachte. Irene Bazinger bringt die Dramaturgin Daniela Reinhold, den Schauspieler Ingo Hülsmann und den Bühnenbildner und Regisseur Prof. Erich Wonder mit in die Romanfabrik.
Markus Orths – Die Tarnkappe
Dienstag, 12. April 2011
Der in Karlsruhe lebende Autor Markus Orths hat schon viele Leser und Kritiker von seiner Schreibkunst überzeugt. Nun legt er in seinem neuesten Roman ein Thema auf, das wir nur aus Märchen und Mythen kennen. Simon Bloch, der jeden Lebenstraum abgeschworen hat, wird überraschenderweise eine Tarnkappe zugespielt. Neue Hoffnungen keimen und sein Leben gewinnt neuerdings Fahrt. Doch dann taucht die Frage nach der Herkunft dieser Kappe auf, auch die nach ihrer Bewandtnis. Dann noch Zweifel über ihre seltsame Macht über ihn. Und ein neuer Blick auf Dinge, die man üblicherweise nicht sieht. Markus Orths stellt seine erzählerische Kunst auf ganz hohem Niveau erneut unter Beweis. Die Tarnkappe erschien bei Schöffling & Co.
Pascale Kramer: Un homme ébranlé – Louis-Philippe Dalembert: Noires blessures
Mittwoch, 13. April 2011
Die Schweizer Autorin Pascale Kramer und der in Haiti geborene Autor Louis-Philippe Dalembert verbindet die gemeinsame französische Sprache. Dennoch sind die prägenden Kulturen kaum unterschiedlicher zu denken. In Kramers Roman Un homme ébranlé (Mercure de France) möchte Claude, von einer schweren Krankheit gezeichnet, sich aus der Welt zurückziehen, doch dann trifft er seinen elfjährigen Sohn. In Dalemberts Roman Noires blessures (Mercure de France) kommt es im afrikanischen Dschungel zu einem Duell zwischen dem Weißen Laurent, einem antirassistisch erzogenen Pariser, und seinem Hausangestellten Mamad, dem dank seines außerordentlichen Gedächtnisses vielleicht ein Schulstipendium winkt. Anschließend Gespräch und Diskussion mit dem Publikum sowie ein kleines schweizerisch-französisches Buffet.
Juan Gelman — Gedichte & Bandoneon – César Stroscio, Guillermo Atlas & Wolfram Koch
Mittwoch, 04. Mai 2011
Juan Gelman gehört zu den größten lateinamerikanischen Dichtern der Gegenwart. Er erhielt zahlreiche internationale Preise, unter anderem den Premio Cervantes (2007) für sein Lebenswerk. Er kam 1930 in Buenos Aires als Sohn jüdisch-russicher Einwanderer zur Welt, gründete mit Freunden in den fünfziger Jahren die Poetengruppe El Pan Duro und ist seitdem sowohl journalistisch als auch dichterisch tätig. Als Linksperonist wurde er bedroht, ging ins Exil. Sohn und Schwiegertochter werden von den Militärs entführt und ermordet. Er lebt heute in Mexico. Sein Freund und Musiker César Stroscio tritt mit seinem Bandoneon auf unnachahmliche Art mit dem Dichter in einen Dialog.
Michel Onfray – Anti Freud
Donnerstag, 05. Mai 2011
Der französische Publizist und Philosoph Michel Onfray hat mit seinem vor einem Jahr in Frankreich erschienenen Buch Le crépuscule d’une idole eine wahre Lawine an Diskussionen in der Öffentlichkeit und Empörung bei den Psychoanalytikern ausgelöst. In der nun vorliegenden deutschen Übersetzung, unter dem Titel Anti Freud bei Knaus erschienen, kann man nachlesen, wie der Philosoph und Gründer einer Université Populaire Michel Onfray der Ikone Freud zusetzt: Wo er gelogen hat, welche Briefe an seine Schüler und an seine Tochter er vernichtet hat, daß er Patienten erfand und seine Entdeckungen auf nicht nachweisbare klinische Fälle stützte. Auf diesen Beobachtungen fußend unternimmt er eine systematische Analyse des Freudschen Gedankenguts, dessen vielleicht schwachste Stelle, der „Ödipuskomplex“, von vielen schon in Frage gestellt wurde.
Reinhard Brandt – Immanuel Kant — Was bleibt?
Montag, 09. Mai 2011
Der Marburger Philosoph Reinhard Brandt legt in seinem jüngsten bei Meiner verlegten Band die Summe seiner Überlegungen zur Kant’schen Philosophie vor. Die Frage „Was bleibt?“ greift das von Kant selbst vorgenommene Aussortieren aller Schriften vor 1770 aus seinem Werk auf, möchte aber vor allem zwischen dem Festen und Systematischen seines Werks und den sich entwickelnden und zu revidierenden Elementen vermitteln. So weist Brandt unter anderem auf eine innere Parallele zwischen Kants Vorstellung vom „reinen“ Raum und „reiner“ Zeit und seinen Vorstellungen der göttlichen Natur hin. Er führt die Kant-Debatte auf den Gebieten der Moral, des Rechts, der Natur sowie der Aufklärung weiter und beendet sein außerordentliches souveränes Werk mit einer Analyse des Kant’schen Begriffs der Würde des Menschen. Die Würde sei angeboren, doch vom Menschen zu erwerben, um sie zu besitzen.
Vom Licht der Erkenntnis und der Kenntnis vom Licht
Dienstag, 17. Mai 2011
Fritz Siemsen & Barbara Merker
Plato bezeichnete die „Ideen“ als das Licht, welches die Vernunft schaut. Psalmen sprechen davon, daß man in Gottes Licht das Licht sehe. Die Vorstellung von Licht und Erkenntnis gehen seit Menschengedenken Hand in Hand, ob mit Gott („Ich bin das Licht der Welt.“ – Joh. 8,12), oder daß jemand die Fackel der Aufklärung vor sich her trägt. Physiker hingegen, denen das Licht als Phänomen der Natur ja noch näher liegt als den Philosophen, haben einen anderen Blick auf dieses Phänomen, für sie ist Licht der sichtbare Teil eines elektromagnetischen Spektrums, zugleich aber besteht es auch aus Teilchen. Die Quantenphysik hebt diesen Widerspruch mit dem Modell der Quantenelektrodynamik auf. Doch erstaunlicherweise sprechen auch Physiker, so beim Bau von Super-Mikroskopen, von neuen Einsichten in den Aufbau von Materialien und der Materie. Trägt das Bild, die Metapher vom Licht, auch ein Verständnis zwischen Physik und Philosophie?
Alban Nikolai Herbst – Azreds Buch. Erzählungen
Dienstag, 24. Mai 2011
Alban Nikolai Herbst hat mit seinen Romanen Die Orgelpfeifen von Flandern und Wolpertinger oder Das Blau für höchste Aufmerksamkeit in der Literaturszene gesorgt. Mit Meere lag kurze Zeit ein Buch vor, das vor allem wegen seines Verbots für Furore sorgte, doch 2007 konnte der wegen Wahrung von Persönlichkeitsrechten geführte Streit beigelegt werden. Seit einiger Zeit lebt und wirkt der ehemalige Frankfurter Autor in Berlin und legt neben Gedichten vermehrt Erzählungsbände vor, so auch der bei Kulturmaschinen erschiene Titel Azreds Buch. In loser Verknüpfung bieten die über zwanzig Geschichten eine bunte Spielart von Fiktionen, die alle mit der Wirklichkeit, so mit der des Autors, operieren. Vorbilder wie Borges werden offen angesprochen, das Leseerlebnis ist über die Maßen anregend und unterhaltsam. Herbst ist ein hoch reflektierter Erzählkünstler.
Ellen Schulz, Jürgen Wuchner & Michael Hohmann
Sonntag, 29. Mai 2011
Im Rahmen des vom Hessischen Rundfunk veranstalteten „Tages für die Literatur“ geht die Romanfabrik erneut auf literarische Entdeckungstour im Ostend, das offensichtlich reich genug an Stoff ist, den es literarisch zu verarbeiten gilt. Vielleicht liegt es auch daran, daß viele, die neu ankommen in der Stadt, eben dort ankommen, wo auch schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts viele Ankömmlinge gelandet sind: im Ostend. An diesem frühen Abend kommen Texte von Bernhard Grzimek, Adam Seide, Wilhelm Genazino, Oleg Jurjew und Simon Zawalinski zu Gehör. Es liest die Schauspielerin Ellen Schulz, musikalische Impressionen liefert der Jazzer Jürgen Wuchner am Baß und moderieren wird Michael Hohmann.
Wolf Wondratschek – Das Geschenk
Dienstag, 07. Juni 2011
Es geht in Wondratscheks neuem Roman um das Glück, genauer darum, im richtigen Moment kein Geld zu haben, und dadurch überhaupt erst in die Lage zu kommen, Glück zu haben. Der Held, Chuck, ist ein alter Bekannter Wondratscheks und seiner Leser: Im Gedichtband Chuck’s Zimmer (1974) wird er eingeführt, ein Rebell, der vom Boxen, der Freiheit und von Frauen träumt. Nun ist er älter geworden, nachdenklicher und glücklicher. Denn die Frau, der er begegnete, hat ihm einen Sohn geschenkt, der ihm zum Lebensmittelpunkt wird, mit dem er wie früher wieder laute Musik hören kann, den er daran erinnern kann, daß man eine gerissene Gitarrensaite zu erneuern hat, da die Gitarre eine treue Lebensbegleiterin ist. Und als Dichter findet Chuck Anerkennung bei einem im Verlag, der versteht, daß manches erst in zwanzig oder dreißig Jahren richtig geschätzt werden wird. Wolf Wondratschek verbirgt in Das Geschenk (Hanser) kaum, daß Chuck einiges mit seiner Person zu tun hat. Dieser Roman — und Wondratschek — gehört ins Regal neben Hemingway. Er ist eine Rebellion im Geist der Siebziger gegen den Mainstream unserer Zeit.
Simon Zawalinski – Der Ostpark-Blues
Mittwoch, 15. Juni 2011
Simon Zawalinski wurde 1952 in Stettin geboren, wanderte in den Sechzigern mit der Familie nach Israel aus und kam mit seinem Vater in den Siebzigern nach Frankfurt am Main. Mit der Figur des Benny Freiman gestaltet Simon Zawalinski die Erlebnisse seiner Familie in freier Umschreibung nach, die von der Zeit des Exils in der Sowjetunion, der Heimkehr nach dem Krieg ins befreite Polen und der Auswanderung nach Deutschland erzählen. Die Erfahrungen in Frankfurt mit Behördengängen, ersten Lohnarbeiten (als Wachmann bei der KfW), den ersten Übernachtungen in Frankfurt (im Ostpark) oder sein Studium an der „Universität Zeil“ (Stadtbücherei) machen den größeren Teil des Bandes aus und vermitteln dem Leser einen satirisch-ironischen Blick auf die Stadt, ihre Bewohner aber auch auf die Handelnden selbst. Simon Zawalinski begann schon als Jugendlicher Gedichte und Erzählungen zu schreiben, schrieb in Israel für eine Kibbuz-Zeitung und betreibt in Frankfurt einen Kiosk, in dem er regelmäßig schreibt. Der Ostpark-Blues ist als Book on demand erscheinen.
Peter Zizka, Claus A. Froh, Frank Wolff & Olaf Leu
Drei Premieren des DDC
Donnerstag, 15. September 2011
(1) Peter Zizka stellt die Taschenbuchreihe DDC-Designbibliothek vor. Mit dieser Publikationsreihe strebt der DDC eine Sammlung interessanter Beiträge zu und über Design an, die drei Segmente berücksichtigt: History, Docu und Statements.
(2) In ihrer Performance „texte & töne“ treffen der Lyriker Claus A. Froh und der Cellist Frank Wolff erstmals auf einem Podium zusammen. Die beiden Akteure werden in einer literarisch-musikalischen Jam Session eine Auswahl der „dichten zeilen“ von Claus A. Froh auf ihre Art interpretieren.
(3) 2009 stellte Olaf Leu in der Romanfabrik bereits den ersten Teil seiner Designer-Autobiografie vor. Der zweite Teil beschließt nun die Zeit von 1971 bis 2011. Olaf Leu als Packungs- und Kalendergestalter, als Weltenbummler in Sachen Design, als Typograf, als Corporate Designer, als Design Juror, als Design-Consultant, als Designer-Kollege, als Design-Lehrer.
Jan Costin Wagner – Das Licht in einem dunklen Haus
Dienstag, 20. September 2011
Der Held Joentaa, vielen Wagner-Lesern schon bekannt, leidet unter dem plötzlichen Verschwinden seiner Geliebten Larissa. Nur mit Mühe kann er sich auf seine neue kriminalistische Aufgabe konzentrieren, einen Mordfall, wie er seltsamer nicht sein kann: Eine kurz vor dem Sterben liegende Frau wird getötet, und die einzig hinterlassene Täterspur sind Tränen. Mit Rückbezügen auf Episoden aus früheren Romane gestaltet Jan Costin Wagner in Das Licht in einem dunklen Haus (Galiani Berlin) sein vielleicht dichtestes erzählerisches Werk. Denn Rätsel geben zudem Auszüge aus einem anonymen Tagebuch auf, die, kaum nachvollziehbar, nur aus den Jahren 1985 und 2010 stammen. Nur langsam dämmert dem Leser, kaum früher als dem Kriminalkommissar, wohin sich das ganze bewegt. Zur Lesung wird die Sängerin Elke Diepenbeck Lieder vortragen, am Klavier begleitet von Jan Costin Wagner.
Jan Koneffke – Die sieben Leben des Felix Kannmacher
Dienstag, 27. September 2011
Dieser Roman ist eine episch zu nennende Erzählung des pommerschen Felix Kannmacher alias Johann Gottwald. Der rumänische Pianist Marcu hat Kannmacher 1934, dieser wollte emigrieren, mit falschem Paß zuerst ans Schwarze Meer, dann nach Bukarest gebracht. Als „Kinderfrau“ und Erzieher seiner Tochter Virgina lernte er schnell Geschichten erzählen. Was folgt, ist eine Odysse durch die Betten, religiöse Konversionen, durch die politischen Umbrüche der dreißiger und vierziger Jahre, durch Lügen und Gegenlügen und Prozesse. Was bleibt ist die Verbundenheit zwischen Virginia und Kannmacher und die mit dem Pianisten, den er, da er plötzlich verstarb, auf einem Konzert in Paris vertritt. Der Roman ist eine weit ausholende Geschichte, so erfunden und wahr, wie es nur geht. Und ist eine Fortsetzung der Familiensaga, die mit Eine nie vergessene Geschichte beginnt.
Josef Haslinger -J áchymov
Dienstag, 04. Oktober 2011
In seinem neuesten, bei S. Fischer erscheinenden, Roman Jáchymov erzählt Josef Haslinger die Geschichte des legendären tschechischen Eishockeytormanns Bohumil Modrý. Dieser wurde mit seiner Mannschaft nach dem Krieg zwei Mal Weltmeister und gewann die olympische Silbermedaille, doch ließ ihn 1950 die Staatsanwaltschaft mit der gesamten Nationalmannschaft verhaften. Man sperrte ihn ins Arbeitslager Jáchymov, ein Uranbergwerk. Er starb an den Folgen der Verstrahlung. Josef Haslinger erzählt diese Geschichte aus dem Herzen Europas aus einer zweifach gebrochenen Perspektive: Ein ehemaliger DDR-Bürger und Kleinverleger aus Wien lernt die fiktive Tochter Modrýs kennen, eine ehemalige Tänzerin, und bittet sie um die Geschichte ihres Vaters, lektoriert ihr Manuskript.
Peter Bieri – Wie wollen wir leben?
Dienstag, 18, Oktober 2011
Der Philosoph und Schriftsteller Peter Bieri alias Pascal Mercier geht den zentralen Fragen des menschlichen Lebens nach. Wir wollen über unser Leben selbst bestimmen. Davon hängen unsere Würde und unser Glück ab. Doch was genau bedeutet das? Wie können wir uns beeinflussen, was uns zustößt? Wie hängen Selbstbestimmung und kulturelle Identität zusammen? Bieris Überlegungen in diesem Buch sind eine Fortführung seiner Betrachtungen in Das Handwerk der Freiheit (2001). Peter Bieri, geboren 1944 in Bern, ist emeritierter Professor für analytische Philosophie an der Freien Universität Berlin.
Otto A. Böhmer – Hegel & Hegel. Oder der Geist des Weines
Dienstag, 25. Oktober 2011
Der Autor Otto A. Böhmer ist bekannt für seine ins philosophisch-essayistische Fach gehenden Werke (insbesondere über Schopenhauer und Nietzsche). In seinem Buch Hegel & Hegel (erschienen bei Klöpfer&Meyer) verfolgt er nicht die These von den zwei Seelen, die in jeder Brust wohnen, sondern von den zwei wirklichen Existenzen des preußischen Staatsbürgers Hegel: diejenige des strengdenkenden philosophischen Abenteurers und jene des seinen Ruhm genießenden Weintrinkers. Ausführlich geht Böhmer dabei vergleichend auf den Goetheforscher Julius Engelhard ein, der eine etwas tendenziöse Studie über den Weintrinker Goethe verfaßte, von dessen Tonfall sich jedoch Böhmer distanziert. Böhmers neuestes Buch ist ein erhellender Text, der, eng an Hegels Biographie angelehnt, uns in manchem weiterführt als dessen Studie über die Familie in der Phänomenologie des Geistes.
Itxaro Borda – Baskische Detektivromane
Mittwoch, 26. Oktober 2011
Die in Bayonne (Baiona) lebende Autorin Itxaro Borda ist die diesjährige Stipendiatin des Hessischen Literaturrates aus Aquitanien. Im Südwesten Frankreichs leben auch Basken, drei der sieben baskischen Provinzen befinden sich in Frankreich, und somit gibt es auch baskische Literatur. Itxaroa Borda schreibt neben täglichen Kolumnen für eine baskischsprachige Zeitung vor allem Kriminalromane, deren Heldin Amaia Ezpoldi nun ausgerechnet in Hessen die letzten Fäden spinnt, um einen Fall an der baskischen Küste zu lösen. Itzxaro Borda spricht nicht nur baskisch und französisch, sondern auch deutsch.
Peter Henning – Leichtes Beben
Dienstag, 01. November 2011
Der in Köln lebende Autor Peter Henning hat in seinem Roman genannten neuen Buch Leichtes Beben (Aufbau Verlag) die Kunst der Verschränkung lose miteinander zusammenhängender Geschichten zu einer neuen Blüte getrieben. In 32 Kurzgeschichten und Erzählungen werden die Schicksale verschiedenster Figuren präsentiert, die alle einen Wendepunkt in ihrem Leben durchleben. Krankheit, Kindheitssehnsüchte, Seitensprung, zerbrechende Beziehungen, Unfälle und vieles mehr bringen seine Helden aus dem Gleichgewicht. Ob sie ein neues finden, bleibt offen. Die Verwebung des Ganzen durch die Wiederkehr schon eingeführter Figuren und ein Erdbeben in Süddeutschland ist im Aufbau wie in der Durchführung ein Hochgenuß.
Enrique Moro – Chilenische Gedichte
Dienstag, 15. November 2011
Enrique Moro stammt aus Valparaíso und erhob bereits in den 70er Jahren, während der Militärdiktatur Pinochets, seine Stimme gegen die Ungerechtigkeit und für die künstlerische Freiheit. Anfang der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde er von der Buchmesse nach Frankfurt eingeladen, wo er sein poetisches Werk vorstellte. 1993 wurde er nach Spanien zu der Jubiläumsfeier anläßlich des 40. Todesjahrs des Dichters Miguel Hernandez eingeladen. In seiner Geburtsstadt Valparaíso arbeitet Moro als Verantwortlicher für Kulturprojekte im Kulturreferat der Stadt. Er ist momentan auch Vorsitzender des chilenischen Dichtervereins in Valparaíso. Im Frankfurter Zambon Verlag gab er die Anthologie Diez poetas chilenas heraus. Lesung in Spanisch und Deutsch.
Peter Bichsel – Geschichten, Erzählungen, Kolumnen
Mittwoch, 16. November 2011
Peter Bichsel ist ein Meister der Erzählkunst, insbesondere ihrer kleinen Formen. Zugleich ist er aber auch ein hochbegehrter Kolumnist, der in der Schweizer Presse („Du“, „Weltwoche“, „Schweizer Illustrierte“) lakonisch und knapp seine Zeitgenossen beobachtet. Sein Umgang mit der Sprache ist akribisch, er untersucht sie gewissermaßen auf ihre Haltbarkeit. Ebenso wichtig sind seine Kolumnen mit ihren Fremd- und Selbstbeobachtungen beim Fußball oder beim Warten. Legendär sind seine Eisenbahngeschichten, die ihn immer wieder nach Wladiwostok führen. Peter Bichsel ist seit 1985 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Dieses Jahr erhielt er den Solothurner Literaturpreis.
Michael Quast – Stoltze für alle
Dienstag, 22. November 2011
Unter das Motto „Und immer sind wir bei Humor” stellen Michael Quast und seine fliegende Volksbühne diesen Abend über den Großvater der Neuen Frankfurter Schule, Friedrich Stoltze (1816-1891). Stoltzes Texte selbst erzählen von seinem Leben, Michael Quast liest und kommentiert sie. Ein Leben wie ein Jahrhundert! Schon als Kind wurde Stoltze im väterlichen Gasthaus Zeuge von politischen Versammlungen und Repressalien der Ordnungsmacht. Der Kampf um die Ideale des „Vormärz” hat Stoltze sein Leben lang begleitet. Stoltze hat fast das ganze turbulente 19. Jahrhundert erlebt: vom Hambacher Fest im Mai 1832, das der 15-Jährige in Begleitung seines Vaters erlebte, vom Frankfurter Wachensturm über das Paulskirchenparlament und die 48er Revolution bis zum deutsch-französischen Krieg und die Reichsgründung 1871. Stets war Stoltze ein genauer Beobachter und scharfzüngiger Kommentator, der immer auch einen Blick hatte für die komischen Momente. Der reaktionäre preußische Machtmensch hatte Stoltzes satirischem Wochenblatt Frankfurter Latern zuverlässig Stoff geliefert und für guten Umsatz gesorgt. 1891 starb Friedrich Stoltze im Alter von 74 Jahren.
Ketil Bjørnstad – Die Unsterblichen
Samstag, 26. November 2011
Nach dem Abschluß seiner Romantrilogie um den norwegischen Pianisten Vinding (Vindings Spiel, Der Fluß, Die Frau im Tal) hat der in Oslo lebende norwegische Schriftsteller, Pianist und Komponist Ketil Bjørnstad einen sehr persönlichen Roman über den Arzt Thomas Brenner geschrieben. Brenner ist Ende fünfzig und möchte Verantwortung abgeben, doch Familie und Beruf verlangen stattdessen noch mehr Aufmerksamkeit und Zeit von ihm. Er fühlt sich überfordert, sein Leben gerät aus den Fugen. In Deutschland wurde Bjørnstad u. a. durch seine Romanbiographien über Edvard Grieg (Suhrkamp 1998) und Edvard Munch (Insel 1995) bekannt. Sein musikalisches Debüt gab er im Alter von 16 Jahren im Philharmonischen Orchester Oslo mit Bartóks drittem Klavierkonzert. Im Rahmen der Lesung wird Ketil Bjørnstad auch seine Klavierspielkunst eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Johannes Kirchberg – Erich Kästner. Ein Mann gibt Auskunft
Dienstag, 06. Dezember 2011
In seiner Hommage an Erich Kästner macht Johannes Kirchberg eine tiefe Verbeugung vor dem Dichter und präsentiert eigene Vertonungen zeit- und gesellschaftskritischer Lyrik Erich Kästners. Mit großer schauspielerischer Überzeugungskraft und einfachsten Mitteln schlüpft Kirchberg mal in die Rolle des möblierten Herrn, mal in die des skrupellosen Kriegsgewinnlers oder in die eines Kellners, und läßt die Zeit zwischen den Kriegen, wie sie der kleine Mann erlebte, lebendig werden. Als Erich Kästner in einem Interview gefragt wurde, was er sich wünschen würde, wenn er bei einer Fee einen Wunsch frei hätte, hat er geantwortet: „Es kommt drauf an, wie die Fee aussieht”. Das klingt nach Macho, nach überholtem Männerbild — wenn man keinen Humor hat.
Raoul Schrott – Die Blüte des nackten Körpers
Donnerstgag, 08. Dezember 2011
Die Liebeslyrik wurde im Alten Ägypten entdeckt. Raoul Schrott, Kenner der Antike und antiker Sprachen, hat eine Auswahl aus den ägyptischen Quellen zusammengestellt und übersetzt. Die Gedichte der Liebe, die in der Epoche Ramses’ des Großen entstanden, waren intim, erotisch ungezwungen und leidenschaftlich religiös. Schrott macht diese Texte endlich wieder zugänglich, in einer ebenso bildhaften wie kraftvollen Sprache. Die Liebesgedichte aus dem Alten Ägypten sind ein weiterer Schritt zu den Ursprüngen der Menschheit und ihrer Poesie. Die Blüte des nackten Körpers erschien 2010 bei Hanser. Raoul Schrott wird auch weitere Gedichte aus vier Jahrtausenden vorstellen, die nicht in diesem Band erschienen sind. Raoul Schrott, 1964 geboren, lebt heute in Irland. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Joseph-Breitbach-Preis (2004). Bei Hanser erschienen u. a. Gilgamesh (Epos, 2001), Homers Heimat (Der Kampf um Troia und seine realen Hintergründe, 2008) sowie die Übersetzung der Ilias (2008).
Patrick Roth – Lichternacht
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Im Jahr 2006 veröffentlichte der in Santa Monica bei Los Angeles lebende Autor und Regisseur Patrick Roth die Weihnachtsgeschichte Lichternacht (Insel). An Heiligabend des Jahres 2002 wollen sich Joe Travers und Rose Reed das Jawort geben. Eine kleine Gesellschaft von Freunden ist geladen, der Trauung beizuwohnen. Noch warten alle auf die Braut, die sich im ersten Stock in Schale wirft, da wartet der Bräutigam mit einer Geschichte auf: Am Weihnachtsabend vor 25 Jahren war er auf dem Weg zu einer Frau, den Ring in der Tasche … Als Rose wenig später im Brautkleid die Treppe hinabschreitet, ist nichts mehr wie zuvor.
Romanfabrik e.V.
Hanauer Landstraße 186
60314 Frankfurt
romanfabrik.de

Erkundung des Briefwechsels zwischen Goethe und Schiller
07. Mai 2011 – 26. Juni 2011
Das Frankfurter Goethe-Haus zeigt 60 Originalbriefe von Goethe und Schiller aus dem Bestand der Klassik Stiftung Weimar. Sie geben einen faszinierenden Einblick in die Schreibkultur um 1800 und in die Arbeitsfreundschaft der beiden Dichter.
Die Erkundung des Briefwechsels umfasst elf Abteilungen mit insgesamt 60 Originalbriefen. Die Frankfurter Künstlergruppe Sounds of Silence hat hierfür eine “Schreibstube” entwickelt, in der die wertvollen Exponate zu sehen sein werden. Unter Glas liegen sie auf Pulten, an die man sich setzen kann, um lesend und schauend am Dialog der beiden Dichterfreunde teilzunehmen.
Frankfurter Goethe-Haus
Großer Hirschgraben 23-25
60311 Frankfurt
www.goethehaus-frankfurt.de

Zingler liest über Frankfurts berühmtestes Bordell
Mittwoch, 06. Juli 2011
Peter Zingler, geboren 1944, Metzger, Berufseinbrecher, besann sich nach zwölf Jahren Haft auf sein wahres Talent: das Schreiben. Der Grimme-Preisträger liest aus seinem Buch über Frankfurts berühmtestes Bordell: das Sudfass in der Oskar-von-Miller-Straße.
Zingler ist seit 1986 als freier Autor und Drehbuchschreiber für den „Tatort“ und Kinofilme, aber auch als Verfasser von Kriminal- und erotischer Literatur tätig. „Das Sudfass setzt Frankfurts Bordell-Tradition des Mittelalters und der Nachkriegszeit fort. Das Haus, erstes seiner Art, in dem Wellness und Prostitution verbunden waren, wurde zum berühmten Vorbild zahlloser Nachfolger überall in der Welt“, so Zingler. „Aber auch, was sich in und um das Haus tat, wird erzählt. Von Lust und Geld, von Freiern und Frauen, von denen, die dort arbeiten und von prominenten Stammgästen. Auch davon, was Männer ins Bordell zieht … und vieles andere mehr.“
Institut für Stadtgeschichte
Münzgasse 9
60311 Frankfurt

Der fliegende Robert
06. Mai – 10. Juli 2011
Mit Gemälden und luftig-leichten Objekten inszeniert die Künstlerin Beate Freier-Bongaertz Heinrich Hoffmanns poetische Geschichte vom fliegenden Robert.
Struwwelpeter-Museum
Schubertstraße 20
60325 Frankfurt
www.struwwelpeter-museum.de

Literarisch macht der Palmengarten auf das Jahr der Wälder aufmerksam
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2011 zum internationalen Jahr der Wälder erklärt. Bei der Reihe Literatur im GoetheGarten, nimmt sich der Palmengarten (www.palmengarten.de) dieses Themas jetzt literarisch an.
07. August 2011, Ursula Illert mit ihrer Lesung aus „Jorinde und Joringel“ von den Brüdern Grimm. Musikalische Begleitung erhält sie von Gernot Dechert auf dem Saxofon. Bei Regen wird ins Haus Rosenbrunn (Palmengarten) ausgewichen.
14. August 2011, Peter Heusch „Oh Täler weit, o Höhen, o schöner grüner Wald“ (Eichendorff) Klassische Texte – Lyrik und Prosa – der Weltliteratur. Musikalische Begleitung: Talib Vogl, Gitarre.
21. August 2011, Jochen Nix „Sowie er in den Wald kam, schien der voller Geräusche zu sein. Es roch nach feuchten Blättern und Moos…“ (Richard Adams, „Unten am Fluss“) Zeitgenössische Literatur Musikalische Begleitung: Talib Vogl, Gitarre.
28. August 2011, Ilona Fritzsch-Strauss, Auszüge aus „Der fliegende Baum“ von Rafik Schami und „Unter Bäumen“ von Rudi Palla. Musikalische Begleitung: Bettina Danielle Berger, Flöten.
Goethe-Haus Frankfurt
Großer Hirschgraben 23
60311 Frankfurt


Eduardo Mendoza
Literarische Begegnung im Instituto Cervantes
04. September 2011
Im Instituto Cervantes Frankfurt präsentiert der Autor Eduardo Mendoza seine Stadt Barcelona – mit seinem Roman „Stadt der Wunder“. Mendozas Roman ist nicht nur eine Geschichte Barcelonas, der Moderne und des Kapitalismus, sondern auch eine Parabel über das Verhältnis von Stadt und Land.
2010 gewann Eduardo Mendoza mit seinem Roman „Katzenstreit“ den Literaturpreis Premio Planeta, die höchstdotierte Literaturauszeichnung der spanischsprachigen Welt. Fast schon charakteristisch für das Werk des Autors aus Barcelona, liegt die Handlung in der Vergangenheit, in diesem Fall 1936 kurz vor Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges. Der Brite Anthony Whitelands soll in Madrid en unbekanntes Bild authentifizieren, das einem Freund des Diktators José Antonio Primo de Rivera gehört. Der Wert des Bildes könnte eine entscheidende Rolle für einen einschneidenden politischen Wechsel in der spanischen Geschichte sein.
INSTITUTO CERVANTES FRANKFURT
Staufenstraße 1
60323 Frankfurt
frankfurt-cervantes.es

Junge brasilianische Autoren in der Zentralbibliothek
Am Montag, 26. September 2011, startet mit dem packenden historischen Familienepos der jungen Autorin Leticia Wierz die Veranstaltungsreihe. Ihr Roman „Das Haus der sieben Frauen“ stürmte in Brasilien die Bestsellerliste. Er erzählt vom Unabhängigkeitskrieg und zeigt die „weibliche Seite der Revolution“.
Am Mittwoch, 02. November 2011, kann man den 1977 in Sao Paulo geborenen Santiago Nazarian kennen lernen. Nazarian gilt als Insidertipp der aktuellen brasilianischen Literaturszene. Der einstige DJ, Barmann und Werber lebte früher in London und Finnland. Er stellt sein Buch „Ferien von mir selbst“ vor.
Adriana Lisboa, die 2003 den José Saramago-Preis gewann, ist am Donnerstag, 17. November 2011, in Frankfurt zu Gast. Ihre Titel sind bereits in England, USA, Frankreich, Spanien, Italien und Portugal erschienen. „Symphonie in Weiß“, die Geschichte zweier ungleicher Schwestern, wurde von der Kritik als eine Poesie des Sehens gefeiert.
Mit dem „Gaucho“ Joao Gilberto Noll kommt zum Abschluss der Reihe dann ein Schwergewicht der brasilianischen Literatur in die Stadtbücherei. Noll schreibt bereits seit 1970, gewann viele Preise, unter anderem gleich dreimal den wichtigsten brasilianischen Buchpreis, den Premio Jabotis. Er stellt am Montag, 05. Dezember 2011, seinen Roman „Lord“ vor, den er als „Writer in Residence“ in London aufs Papier brachte.
Zentralbibliothek der Stadtbücherei
Hasengasse 4
60311 Frankfurt

Frankfurter Buchmesse 2011
12. – 16. Oktober 2011 – Ehrengast Island
Messegelände
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt
www.buchmesse.de

Open Books
11. – 15. Oktober 2011
Zentrum von “Open Books” bleibt der Frankfurter Kunstverein, hier wird vor allem das Neueste aus der deutschsprachigen Belletristik präsentiert. Volker Braun, Heinz Rudolf Kunze, Wolf Biermann, Dieter Meier, Doris Dörrie, Andreas Maier, Tanja Kinkel und Jan Weiler gehören zu den rund 125 Autoren, die insgesamt bei “Open Books” auftreten werden. Das Sachbuch-Programm findet einmal mehr im Haus am Dom statt. Hier präsentieren etwa Bettina Gaus, Eva Illouz, Bastian Sick, Lothar Gall, Jörg Armbruster und Klaus Wowereit ihre Neuerscheinungen. In der Evangelischen Stadtakademie Römer9 ist das internationale Programm mit Schwerpunkt Island verortet. Zu Gast sind unter anderem Kristìn Steinsdottír, Kristof Magnusson, Steinar Bragi, Sjón und Asgerdun Junisdottir.

Lesung Guðmundur Óskarsson: »Bankster«
12. Oktober 2011
In Kooperation mit der Frankfurter Verlagsanstalt prästentieren wir ein SPECIAL ZUR FRANKFURTER BUCHMESSE. Guðmundur Óskarsson liest aus seinem Roman »Bankster«. Der als “das beste Krisenbuch überhaupt” (Morgunblaðið) gefeierte Roman wurde 2009 mit dem Isländischen Literaturpreis ausgezeichnet. Die Moderation übernimmt der bekannte isländisch-deutsche Theater- und Romanautor Kristof Magnusson. Eine Leseprobe finden Sie im Internet.
Guðmundur Óskarsson wurde 1978 in Reykjavik geboren. Nach dem Abitur probierte er sich in verschiedenen Bereichen aus. Er studierte und arbeitete als Golfplatzwart, Lagerarbeiter und Gehilfe bei archäologischen Ausgrabungen. Ab 2004 arbeitete er tagsüber als Sekretär für eine der größten isländischen Banken und schrieb Bücher am Abend.
Island ist diesen Monat auch Thema in unserem VIDEOSPACE: Minika Golla und Nikolaus Heyduck präsentieren ihre Gemeinschaftsarbeit “Eislicht/ Wire”.
Veranstaltungsort
»raum für kultur«
Gallileo-Hochhaus
Gallusanlage 7
60329 Frankfurt

Lesung über Roald Dahls „Matilda“
14. Oktober 2011
Lesung über Roald Dahl, dem Autoren der Schokoladenfabrik. In seiner humorvollen Erzählung „Matilda“ steht ein hochbegabtes Mädchen im Mittelpunkt, das Bücher über alles liebt, dessen Familie aber nur vor dem Fernseher abhängt.
Geeignet für Kinder und Erwachsene!
Pavillon
Frankenallee 144
60326 Frankfurt

»Planet Armenien«
Pilgerreise im Zauberland – LESUNG Jochen Mangelsen
14. Oktober 2011
«Planet Armenien» wirft einen heiteren Blick auf ein schwieriges Land. Das Buch gewährt einen ganz neuen Einblick in das Land am Ararat: ein prächtiges Gemälde – mal düster, mal farbenfroh – eines «unbekannten Planeten». Jochen Mangelsen selbst bezeichnet seinen Text als politisches Reise-Feuilleton, ein Genre, das neben vielen großen Schriftstellern beispielsweise auch Ossip Mandelstam mit seiner berühmten
«Reise nach Armenien» bedient hat.
ausstellungsraum EULENGASSE
Seckbacher Landstraße 16
60389 Frankfurt
www.eulengasse.de

Rolf Becker und Kai Degenhardt:
Werkausgabe Franz Josef Degenhardt
15. Oktober 2011
Franz Josef Degenhardt feiert am 03. Dezember 2011 seinen achtzigjährigen Geburtstag. Nicht nur als Chansonier und Liedermacher hat Franz Josef Degenhardt große Erfolge feiern können, auch als Schriftsteller ist er Teil der deutschsprachigen Wortkunst.
Mit „Zündschnüre“ und „Brandstellen“, den beiden bekanntesten Romanen Degenhardts startet der Kulturmaschinen Verlag mit der Herausgabe der insgesamt 10 Bücher im Oktober dieses Jahres. Degenhardts Romane zeichnen sich durch Detailtreue, Narrativität und eine tiefe Verwurzelung im Alltag aus. Gleichwohl sind sie wortgewaltig, wie es auch die Lieder Degenhards sind und vermeiden falsche, modische Töne. Sie zeichnen auf höchstem literarischem Niveau ein Bild Deutschlands und seiner Menschen über mehrere Jahrzehnte hinweg. Die Aktualität gerade es Romans „Brandstellen“, der in den siebzigern entstand, ist frappierend.
Berühmt wurde Degenhardt vor allem mit dem Lied „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern”.
Das Land, in dem meine Eltern umgebracht wurden
Montag, 05. Dezember 2011
Lesung mit Parostou Forouhar
Vor dreizehn Jahren, im Herbst 1998, geschahen eine Reihe von politischen Morden im Iran. Die Eltern der Autorin, Dariush und Parvaneh Forouhar, zwei führende oppositionelle Politiker, waren die ersten Opfer dieser Verbrechen. Seitdem reist sie immer wieder ins Land und beschreibt ihre Erlebnisse und die Entwicklungen im Iran. Ein Blick von Innen und von Außen zugleich.
P. Forouhar ist eine bekannte iranische Künstlerin und lebt in Offenbach.
Club Voltaire
Kleine Hochstraße 5
60313 Frankfurt
www.club-voltaire.de

Adam Haslett im Holzhausenschlösschen
Mittwoch, 09. November 2011
Adam Haslett, geboren 1970, studierte Literatur und Jura in Yale, Swarthmore und an der University of Iowa. Er lebt als Anwalt und Schriftsteller in New York City. Sein erstes Buch „You Are Not a Stranger Here“ (Das Gespenst der Liebe), eine Sammlung von Kurzgeschichten, wurde 2003 für den Pulitzer Price nominiert. 2002 bekam Haslett die Auszeichnung des „Writer of the year“ des New York Magazine. Sein Debütroman „Union Atlantic“ erschien 2010 und war ein nationaler Bestseller. Seine Bücher wurden in 18 Sprachen übersetzt, seine Texte in der Financial Times, The New Yorker, The Nation und Best American Short Stories publiziert. Auf Deutsch erschien im Mai dieses Jahres zuletzt „Union Atlantic. Von Managern, Menschen und sprechenden Hunden“.
Er liest aus seiner Kurzgeschichte „Night Walk. President Obama and the burden of decisions – a fictitious short story” und diskutiert mit Hans Jürgen Balmes vom S.Fischer Verlag. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5
60322 Frankfurt
www.frankfurter-buergerstiftung.de

Deutscher Buchpreis 2011
Sechs Autoren fieberten am 10. Oktober 2011 im Kaisersaal der Entscheidung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels entgegen: Wer würde den Buchpreis 2011 bekommen?
Die Wahl fiel auf Eugen Ruge. Als Hauptsponsor des Preises präsentiert die Stiftung der Frankfurter Sparkasse eine Lesungsreihe mit ihm und den fünf weiteren Autoren der Endauswahl.
- Donnerstag, 10. November 2011
Michael Buselmeier: Wunsiedel
- Donnerstag, 17. November 2011
Jan Brandt: Gegen die Welt
- Donnerstag, 24. November 2011
Angelika Klüssendorf: Das Mädchen
- Donnerstag, 01. Dezember 2011
Sibylle Lewitscharoff: Blumenberg
- Donnerstag, 12. Januar 2012
Marlene Streeruwitz: Die Schmerzmacherin
- Donnerstag, 19. Januar 2012
Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts
Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse
Neue Mainzer Straße 47
60311 Frankfurt

Tonkünstlerkonzert
“Das Laub fällt von den Bäumen”
Mittwoch, 16. November 2011
Junge Musiker im Alter von 11 – 18 Jahren gestalten ein farbiges Konzert im Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse.
Gespielt werden Werke von:
Johann Sebastian Bach, Georg Goltermann, Ezra Jenkinson, Alan Menken, Julius Klengel, Robert Schumann, Ludwig van Beethoven, Antonín Dvořák, Camille Saint-Saëns, Philipp Mayer, Felix Mendelssohn Bartholdy
Frankfurter Sparkasse
Neue Mainzer Str. 49
60311 Frankfurt

Buchpräsentation und Lesung mit Thea Dorn: »Die deutsche Seele«
Montag, 05. Dezember 2011
»Abendbrot« und »Wanderlust«, »Männerchor« und »Fahrvergnügen«, »Abgrund« und »Zerrissenheit« … In ihrem Buch »Die deutsche Seele« erkunden die Autoren Thea Dorn und Richard Wagner liebevoll und kritisch, kenntnisreich und ohne Berührungsängste, alles, was deutsch ist. Eine tiefgründige und facettenreiche Kulturgeschichte des Deutschen.
Franz Liszt für alle. Sein Leben, seine Musik.
Freitag, 20. Januar 2012
Ein etwas anderer Klavierabend mit Elena Nesterenko und Lutz Görner
Lutz Görner, „die lyrische Stimme Deutschlands“ (FAZ), „der poetische Staubwedel“ (Spiegel), hat aus seiner jahrelangen Beschäftigung mit Franz Liszt ein Bühnenprogramm inszeniert: Rezitation, Gesang, Musik und Lichtkunst. Lutz Görner singt Liszts Lieder und erzählt ein Leben, das romantisch, beispielhaft, einzigartig, voller Erfolge und gleichzeitig voller Tragik war.
Elena Nesterenko, „Eine Berufene!“ (Die Welt), „Eine ernstzunehmende Künstlerin.“ (Alfred Brendel), wurde am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium zur Konzertpianistin ausgebildet. Seit 2001 debütierte sie in vielen großen Konzertsälen Europas. Seit über zwanzig Jahren mit der Musik Liszts eng vertraut, spielt sie die schönsten seiner Stücke, aber auch Musik von Liszts Zeitgenossen. Begleitet wird die Pianistin von Live-Kameras, deren Bilder die Zuschauer auf einer großen Leinwand verfolgen können.
Deutschen Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt
www.d-nb.de

Nina Marewski – Lese- und Signierstunde
Samstag, 10. Dezember 2011
Die Autorin Nina Marewski beschreibt in ihrem Frankfurt-Roman „Die Moldau im Schrank“, wie die Protagonistin Helena in der U-Bahn-Station der Hauptwache zugleich auf sich selbst und auf ihren Mörder trifft. Ein Großteil der Handlung spielt in der B-Ebene der U-Bahn-Station. Und da nicht nur Verbrecher bisweilen zum Tatort zurückkehren, sondern auch Autorinnen an den Ort des (fiktiven) Geschehens
B-Ebene (Hauptwache)
60311 Frankfurt

Lesung
der ungekürzten Fassung von Goethes Faust I
11./12. und 15. Januar 2012
Die Hoffmanns Höfe, eine Gesellschaft des Frankfurter Vereins, veranstalten eine dreiteilige Lesung der ungekürzten Fassung von Goethes Faust I (“Der Tragödie erster Teil”).
Es liest Michael Nehls (64), heute Freiberufler, früher Art-Direktor in der Werbewirtschaft. Hintergrund-Infos und Begriffserklärungen liefert er mit.
Hoffmanns Höfen
Heinrich-Hoffmann-Straße 3
60528 Frankfurt
www.hoffmanns-hoefe.de

Lesung – Rosa Ribas: Falsche Freundin.
31. Januar 2012
Ein deutsch-spanischer Frankfurtkrimi
Mit dem Krimi „Falsche Freundin“ veröffentlicht die in Frankfurt ansässige spanische Autorin Rosa Ribas bereits den dritten Fall der deutsch-spanischen Komissarin Cornelia Weber-Tejedor. Diesmal gerät die Ermittlerin nach einem tödlichen Unfall am Frankfurter Flughafen in die brutalen Machenschaften des organisierten Drogenhandels. Was den Erfolg ihrer Krimiserie ausmacht und wie sich ihre schriftstellerische Tätigkeit im Spagat zwischen deutscher und spanischer Kultur ausüben lässt, verrät Rosa Ribas im Gespräch mit der Lektorin des Romans Corinna Santa Cruz.
Moderation: Corinna Santa Cruz
INSTITUTO CERVANTES
Staufenstraße 1
60323 Frankfurt
frankfurt-cervantes.es

Romanfabrik
Feridun Zaimoglu – Ruß
Dienstag, 10. Januar 2012
Ein Kioskbesitzer in Duisburg, Renz, hält distanzierten Umgang zu seinen Kunden, lernt dennoch viele durch den Umbruch des Ruhrpotts zugleich entwurzelte und ans Revier gebundene Menschen kennen. Vor Arbeitsbeginn malt er Ikonen. Doch eigentlich war er Arzt, hilft seinem Schwiegervater nur beim Führen des Kiosks aus. Der Mord an seiner Frau hat ihn aus der Bahn geworfen, und als er von der Haftentlassung des Mörders erfährt, sinnt er auf Rache. Für seinen neuesten Roman Ruß (Kiepenheuer & Witsch) hat Zaimoglu eine eigene Sprache geschaffen, sie ist karg und kräftig, ist grau mit feinsten Abstufungen, greift auf expressionistische Art die Sprache Duisburgs auf. Der Verlust von Schönheit, Zuversicht und Liebe wird so besungen, daß zum Schluß das Ganze wie ein großer hochliterarischer Blues nachklingt.
Beso Khvedelidze – Suche nach Wahrheit
Donnerstag, 12. Januar 2012
Zum georgischen Neujahr veranstaltet der Literatursalon Euterpe seinen ersten Literaturabend im Jahre 2012 mit dem georgischen Schriftsteller Beso Khvedelidze und dem Thema „Suche nach Wahrheit“. Beso Khvedelidze ist ein erfolgreicher Autor, ein wahrer Meister der Kurzgeschichte und ein literarisch engagierter Künstler. Als Verfasser von 16 Büchern ist er mehrmals mit georgischen und internationalen Preisen ausgezeichnet worden: 2003 mit dem Literaturpreis „Saba“ sowie dem Nationalen Literaturpreis „Cinandali“. Der Autor wird aus seiner noch nicht publizierten Erzählung Eine Binsenwahrheit lesen und seine neuesten Gedichte auf Georgisch vortragen. Da er als einer der besten Rezitatoren Georgiens gilt, verspricht der Literaturabend ein höchst bemerkenswertes Ereignis zu werden.
Klaus Hensel – Notwehrgedichte
Mittwoch, 18. Januar 2012
An diesem dritten Mittwoch im neuen Jahr haben Theken- und Lyrik-Freunde in der „Frankfurter Küche“ die Gelegenheit, den Notwehrgedichten von Klaus Hensel zu folgen. Nach Eschersheim und dem Gallus setzt der in Kronstadt/Rumänien geborene Autor seine kleine Reise durch Frankfurter Stadtteilkneipen fort und läßt wie stets die Fragen offen, ob er nun Gedichte aus Notwehr schreibt. Oder ob es die Gedichte sind, die sich gegen Hensel zur Wehr setzen, indem sie schon jetzt nach außen an die Öffentlichkeit dringen — bis sie demnächst in einem neuen Gedichtband erscheinen. Klaus Hensel gibt Einblicke in den Prozeß seines Schreibens, was man im übrigens auch „online“ kann: Er stellt unfertige, aber auch fertige Texte sowie Fotos und Videos ins Netz.
Jochen Schimmang – Neue Mitte
Dienstag, 24. Januar 2012
Der Roman spielt im Winter des Jahres 2029 in Berlin voller Ruinen im alten Regierungsviertel. Kurz wird die Vorgeschichte abgehandelt: Im Frühjahr 2016 putschte ein General und übte neun Jahre die Herrschaft in Deutschland aus, dann intervenierte eine internationale Befriedungstruppe, und eine Übergangsregierung unter englischer Führung übernahm die Gewalt. Der Erzähler des Romans, Ulrich Anders, der sein geisteswissenschaftliches Studium abgebrochen hatte, um danach Kaufmann zu werden und im Schwarzhandel sein Geld zu verdienen, erhält den Auftrag, eine neue Bibliothek in Berlin aufzubauen. Unterdessen hält der abgetauchte General mit seinen Getreuesten die Hauptstadt mit Putschgerüchten in Atem.
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